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Kein Engpass bei Wohnungen

Flüchtlingslage Bordesholm Kein Engpass bei Wohnungen

Die Unterbringungslage von Flüchtlingen in Bordesholm hat sich entspannt. Noch im Herbst hatte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht einen Engpass befürchtet. Doch Privatleute vermieten Wohnungen und Häuser an Asylbewerber, es gibt Bauvorhaben und eine Gewerbeimmobilie dient als Nortquartier.

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Die ehemalige Werkstatthalle soll abgerissen werden und einem Neubau für Flüchtlinge weichen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Den im Herbst von Amtsdirektor Heinrich Lembrecht in der Region Bordesholm befürchteten Engpass bei der Unterbringung von Flüchtlingen wird es definitiv nicht geben. Dank der Entscheidung vieler Vermieter, nun doch Wohnungen und Häuser an Asylbewerber zu vermieten, aber auch durch Bauvorhaben von Privatinvestoren sowie durch den Kauf einer Gewerbeimmobilie im Lüttparten als Notquartier durch die Amtsverwaltung, sei man für 2016 gut gerüstet.

Im Moment leben in der Region Bordesholm insgesamt 220 Flüchtlinge, die in 13 Wohnungen und 45 Häusern dezentral in den 13 Gemeinden untergebracht sind. Wie hoch der Zustrom 2016 sein wird, steht noch nicht fest. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde will nach Angaben von Sprecher Martin Schmetje „möglichst zeitnah“ die Zuweisungsquoten bekannt geben. 2015 hat der Kreis genau 3005 Flüchtlinge aufgenommen. Die Zahl liegt deutlich unter der im Herbst genannten Quote von 3500. In einer ersten Schätzung geht das Land für die kommenden zwölf Monate von 2700 Menschen aus.

„In einem hausinternen Konzept rechnen wir für 2016 mit 140 Asylbewerbern“, betonte Heinrich Lembrecht. Das wären deutlich weniger als 2015, wo es knapp 200 waren. „Für die zukünftige Unterbringung haben wir 50 neue Mietverträge. Bei 20 verhandeln wir noch“, berichtete der zuständige Amtsmitarbeiter Daniel Ladehoff. Er führte dies auch auf ein aktiveres Handeln zurück. „Wir haben offensiv bei leeren Wohnungen und Häusern nachgefragt.“

Laut Amtskonzept werden in der Region bis Ende des Jahres 204 bis 241 Personen untergebracht werden können. Zieht man davon die 40 Plätze in der Notunterkunft im Lüttparten ab, bleiben noch bis zu 201. „Somit stehen auch bezahlbare Wohnungen für den regulären Markt bereit“, betonte Lembrecht. Und diese Aussage war ihm wichtig, denn: „Durch unsere Anmietungen haben wir die Preise im unteren Segment des Marktes ganz schön verdorben.“

In der Konzeptplanung für 2016 sind in Bordesholm elf Wohnungen (bis zu 50 Personen) geplant, in Groß Buchwald sind sechs Einheiten (12 bis 24 Personen), Schmalstede (zehn), Negenharrie (acht) und Reesdorf (vier) sowie die Rathausaufstockung (für 15 Personen) vorgesehen.

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