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Bordesholm bei Elektro-Autos Spitze

Örtliche Förderung Bordesholm bei Elektro-Autos Spitze

Bei der Zahl der Elektro-Autos pro Kopf der Bevölkerung ist Bordesholm Spitze. Zwölf Pkw bei 7200 Einwohnern bedeutet: Jeder 600. Bordesholmer fährt elektrisch. Frank Günther, Geschäftsführer der örtlichen Versorgungsbetriebe, erinnert: Bundesweit kommen knapp 30000 E-Wagen auf 80 Millionen Menschen.

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Frank Günther zapft den Strom für sein Elektro-Auto an der Ladesäule am Bordesholmer Hotel Carstens.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Die von der Bundesregierung und der Autoindustrie geplanten Subventionen für den Kauf neuer Elektro-Autos wirken sich allerdings auf die Förderpolitik der Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB) aus. Ab dem kommenden Jahr will der kommunale Energieversorger den Antragstellern deutlich weniger Geld aus eigener Förderung geben. VBB-Geschäftsführer Günther denkt über einen Abschlag von 500 Euro nach. Seit 2014 bietet das Unternehmen 2000 Euro pro Auto und 100 Euro pro Elektro-Drahtesel an.

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 „Die Nachfrage ist groß. Für E-Bikes war der Fördertopf 2016 schon leer. Wir haben noch mal nachgelegt. Es ist toll, diesen klimafreundlichen Prozess zu fördern“, erklärte VBB-Geschäftsführer Frank Günther. Für 2017 sollen aber die Prämien wegen der geplanten 4000 Euro-Kaufprämie von Bund und Autoherstellern heruntergeschraubt werden. Unterdessen bauen die VBB das Ladenetz aus: Anfang 2017 soll hinter dem Rathaus eine Schnell-Ladesäule installiert werden, mit der Fahrzeugakkus in 30 Minuten aufgeladen werden können.

 Nach den Stromtankstellen am VBB-Betriebsgelände an der Bahnhofstraße und am Hotel Carstens an der Holstenstraße wäre es die dritte Ladestation in Bordesholm. Rund 20000 Euro kostet das Projekt. Frank Günther räumt ein, dass sich die Investitionen derzeit nicht rechnen. Aber: „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, im Rahmen der Energiewende für die entsprechende Infrastruktur zu sorgen. Irgendeiner muss den Anfang machen.“ Auf Sicht würde sich der Umstieg auf E-Fahrzeuge rechnen. Selbst mit den zusätzlichen Mietkosten für Fahrzeugbatterien, die einige Hersteller verlangen, könnten mehrere Tausend Euro Betriebskosten pro Jahr gespart werden. Mit seiner Familie hat sich Frank Günther entschlossen, den seit knapp drei Jahren geleasten Elektro-Nissan ganz zu übernehmen. „Besonders für die Kurzstrecken, wie Einkaufen und die Kinder abholen, lohnt sich das. Und es ist ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.“

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