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Großer Schritt zum neuen Kindergarten

Bordesholm/Wattenbek Großer Schritt zum neuen Kindergarten

Die Gemeindevertretungen Bordesholm und Wattenbek trafen sich am Dienstag zur ersten gemeinsamen Sitzung seit über 30 Jahren. Beraten wurde über den Neubau eines neuen gemeinsamen Kindergartens mit vier Gruppen. Kosten von bis zu 1,8 Millionen Euro stehen im Raum – eine Herausforderung für die Gemeinden.

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Reiner Borchert (von rechts) vom Amt stellte die Bedarfssituation für die Kita-Planung vor. Manfred Osbahr, Büroleiter des Amtes, unterstützte ihn dabei. Im Hintergrund dann Amtsdirektor Heinrich Lembrecht, Wattenbeks Bürgermeister Sönke Schröder und sein Bordesholmer Kollege Helmut Tiede.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Ein historisches Ereignis war es nicht, aber zum ersten Mal nach über 30 Jahren tagten Bordesholm und Wattenbek am Dienstagabend im Rathaus gemeinsam. Das Thema: Für die Region müssen dringend Kita-Betreuungsplätze geschaffen werden, sonst sind im August 2016 und ein Jahr später jeweils mehr als 60 Kinder unversorgt. Beschlossen wurde noch nichts, aber es läuft offenbar zwangsläufig auf den Bau einer neuen Vier-Gruppen-Einrichtung hinaus.

 Als Kosten schweben 1,7 bis 1,8 Millionen Euro im Raum. „Wir stehen vor einer riesigen Herausforderung“, machte Wattenbeks Bürgermeister Sönke Schröder (KWW) deutlich. Er, Bordesholms Bürgermeister Helmut Tiede (CDU) sowie Amtsdirektor Heinrich Lembrecht sehen angesichts der für die Kommunen kaum mehr zu stemmenden Kosten die „große Politik“ in der Pflicht. „Wir werden im Stich gelassen“, so Schröder.

 Die Gemeindevertretungen – aus Bordesholm waren 15 der 19 Vertreter sowie vier bürgerliche Mitglieder und aus Wattenbek 15 der 17 Vertreter sowie zwei bürgerliche Mitglieder gekommen – verständigten sich darauf, das Amt mit der Ausarbeitung von Vorschlägen und Finanzierungsmöglichkeiten zu beauftragen. Inhaltlich werden sich die Gremien in den beiden Orten jetzt mit dem Thema auseinandersetzen.

 Amtsdirektor Lembrecht reagierte zunächst auf Kritik der Kommunalpolitiker, das Thema zu früh öffentlich gemacht zu haben. „Wir wollten frühzeitig informieren. Die Zahlen sind brandneu, und sie zwingen uns, zu operieren.“ Aus seiner Sicht sei diese Sitzung der richtige Weg. Ein solches Treffen sei übrigens nicht historisch. „Bereits vor über 30 Jahren saßen Bordesholm, Wattenbek und Mühbrook zusammen, als es um eine Sondermülldeponie ging.“

 Rainer Borchert vom Amt verdeutlichte in einem Vortrag die Dringlichkeit. Jeweils 61 Steppkes ständen 2016 und 2017 ohne Betreuung da. Drei Gründe seien ausschlaggebend: 2015 sind 37 Kinder nach Bordesholm und Wattenbek gezogen. „Zudem ist die Zahl der Flüchtlingskinder auf 35 gestiegen.“ Für dieses Jahr rechnet Borchert mit einer Verdopplung. Zudem ist die Zahl der Tagesmütter von September 2014 bis Februar 2016 von 18 (63 Plätze) auf 10 (40 Plätze) gesunken. „Ich habe aber die Hoffnung, dass bis Ende des Jahres zehn Plätze dazu kommen, weil sich Frauen ausbilden lassen.“

 Wie eine Lösung aussehen kann, ist offen. Bernd Voß (KWW) schlug eine Amtslösung vor. Über einen möglichen Standort wurde nicht gesprochen. Das Amt hatte den Festplatz an der Landesstraße 318 ins Gespräch gebracht. Willi Lüdemann (FDP Bordesholm) fragte nach, ob in der Wattenbeker Schule Räume leerstehen. Sönke Schröder bestätigte das. Er erinnerte aber auch daran, dass dort bereits eine Wattenbeker Kita-Gruppe untergebracht sei. Bernd Voß (KWW Wattenbek) regte an, in der Brügger Grundschule eine Kita einzurichten.

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