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Beratung über neuen Kindergarten

Bordesholm Beratung über neuen Kindergarten

Nach dem Vorschlag der Amtsverwaltung Bordesholm, bis 2017 einen Vier-Gruppen-Kindergarten bauen zu lassen kommen nun am Dienstag, 23. Februar, ab 18.30 Uhr die Gemeindevertretungen von Bordesholm und Wattenbek zu einer gemeinsamen Sitzung im Rathaus am Bahnhof zusammen.

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Der Parkplatz am Festplatz in Bordesholm, wo auch Wohnmobile stehen dürfen, würde sich als Kita-Standort anbieten.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Das Kernproblem ist: Passiert nichts, dann stehen im Kindergartenjahr 2016/17 zwischen 50 und 60 Kinder auf der Straße, ein Jahr später die gleiche Anzahl.

 Wattenbeks Bürgermeister Sönke Schröder (KWW) begrüßte, dass beide Kommunen „endlich mal die Köpfe zusammenstecken“, um ein Problem gemeinsam zu lösen. Sein Amtskollege aus Bordesholm, Helmut Tiede (CDU), sieht das ähnlich. Er hätte sich allerdings ein leichteres Thema für so eine historische Sitzung gewünscht. Hätten die Grünen in Bordesholm das Sagen, dann würde es gar nicht zur Sitzung kommen. Ihre Sprecherin Ursula Schulz-Ehlbeck betonte: „Dass es sich um eine kurzfristige Notsituation handelt, ist uns klar. Die Problematik ist aber so vielschichtig und kann daher nicht in so einer kurzfristig angesetzten Mammut-GV ausreichend und zielführend diskutiert werden.“ Aus ihrer Sicht sollte die Sitzung abgesetzt werden, damit in den Gemeinden das Thema in den Ausschüssen beraten werden kann.

 Nach Meinung von Tiede ist die Notwendigkeit eines Neubaus „wohl unbestritten“. Sowohl in Bordesholm, Wattenbek als auch Brügge sollen Neubaugebiete realisiert werden. Daher müsste man auch über einen „Kita-Zweckverband“ reden. Zudem habe keiner gedacht, dass die Zahl der Flüchtlingskinder, die einen Anspruch auf einen Platz hätten, so stark steigen würde. SPD-Fraktionschef Ronald Büssow überraschten die neuen Zahlen: „So etwas weiß man doch ein halbes Jahr vorher. Ich vermisse, dass man von der Verwaltung mitgenommen wird.“

 Für den FDP-Vorsitzenden Helmut Berger ist der Vorschlag mit der heißen Nadel gestrickt. „Uns stört die schnelle Reaktion.“ Aus seiner Sicht gibt es Alternativen zu einem Neubau, man sollte Ruhe bewahren.

 Das Amt hatte aber bereits in der Einwohnerversammlung im November gewarnt, dass die Zahl der Kindergartenplätze mittelfristig nicht ausreichen werde und angekündigt, dass im Frühjahr ein Konzept vorgelegt werde. Das ist nun passiert. Über Kosten ist noch nichts bekannt, man geht von 1,5 Millionen Euro aus. Als einen möglichen Standort hat das Amt den Festplatz an der Landesstraße 318 vorgeschlagen, weil das Areal als eines der Baugebiete in Bordesholm gilt. Die SPD, die gerne einen Bereich im östlichen Teil als erstes bebauen lassen möchte, könnte sich eine neue Einrichtung aber auch zwischen Finnenhaussiedlung und Wattenbek vorstellen.

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