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Gerichtslinde massiv gestutzt

Bordesholm Gerichtslinde massiv gestutzt

Die Geschichte der uralten Gerichtslinde neigt sich weiter dem Ende zu. An dem rund 700 Jahre alten Baum auf der Bordesholmer Klosterinsel wurden der zentrale Stamm und die Seitenäste massiv eingekürzt. Grund ist der Fäulnisprozess durch den Brandkrustenpilz.

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Die Gerichtslinde hat kräftig an Größe eingebüßt. Mehrere bis zu einem Meter dicke Stämmlinge mussten wegen des Pilzbefalls eingekürzt werden.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Von Symmetrie ist beim Wappenbaum der Gemeinde fast keine Spur mehr, nachdem vom Hauptstämmling nur noch ein knapp zwei Meter langer Stummel übrig geblieben ist. Die Löcher in den Schnittflächen machen deutlich, warum Prof. Dirk Dujesiefken den radikalen Baumschnitt verordnet hat: Die Untersuchungen durch den von der Gemeinde beauftragten Baumgutachter wenige Tage vor Weihnachten hatten ergeben, dass der zentrale Stämmling inzwischen eine sehr umfassende Fäule aufweist – und der größte Teil davon bereits abgestorben ist. Die Schäden am Baum waren so gravierend, dass die Fachleute des Bauhofs noch am gleichen Tag die Motorsägen ansetzten und das knapp drei Meter lange und einen Meter durchmessende Baumstück abschnitten.

 Die Maßnahmen ordnete Bau- und Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen aus Gründen der Verkehrssicherheit an. Der mächtige Stammfuß der Bordesholmer Linde ist von einer Rundbank umsäumt, viele Besucher der Klosterinsel sehen sich das Naturdenkmal aus der Nähe an. Als problematisch bewertete Gutachter Dujesiefken zudem den Kronenbereich auf der straßenabgewandten Seite, die Basis des Stämmlings dort ist von der Fäule erheblich geschädigt. Die vor Jahren installierten Stützen erweisen sich jetzt als sehr hilfreich. „Wenn die Stützen nicht wären, würde der Baum schon nicht mehr stehen“, sagte Sven Ingwersen.

 Die Zukunftsaussichten der Linde sind nicht gut. Dujesiefken nimmt an, dass auf der Seite mit dem abgesägten Stämmling der Absterbeprozess zunehmen wird. „Unter Umständen wird der Baum im kommenden Jahr nur noch halbseitig begrünt sein“, schrieb der Leiter des Hamburger Instituts für Baumpflege.

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