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Persönliche Betreuung statt Automaten

Bordesholmer Sparkasse Persönliche Betreuung statt Automaten

Bis Juli baut die Bordesholmer Sparkasse in ihrer Hauptstelle und den acht Filialen die SB-Überweisungsterminals ab. „Wir machen im elektronischen Zeitalter einen Schritt zurück zu den Wurzeln“, sagte Vorstandschef Markus Schaly. Mit mehr persönlicher Betreuung wolle man in der Region Marktanteile gewinnen.

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Sabina Schiffter (rechts) und Jennifer Clausen an einem der Automaten-Terminals, die die Sparkasse Bordesholm in ihren Filialen abbauen will. Der Slogan lautet „Automaten lächeln nicht“.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. „Automaten lächeln nicht“, steht auf dem roten T-Shirt von Jennifer Clausen. Die Servicemitarbeiterin in der Kundenhalle lächelt allerdings: „Die Umstrukturierung ist ein großes Thema“, berichtet sie. Die Rückmeldungen seien weitgehend positiv. Dem Vorstand liegen allerdings auch zwei Beschwerden vor. „Wir werden diese Kunden zu einem Gespräch einladen“, sagte Schaly.

 Neun Monate lang hat das Institut das neue Konzept vorbereitet. Kern ist ein neues Kontenmodell, bei dem die Kunden aus drei Varianten wählen können. „Uns geht es um Transparenz. Der Kunden weiß genau, was er im Monat oder Jahr bezahlt. Zusätzliche Kosten für Belege, Umsätze oder Sonstiges fallen nicht mehr an.“ Die günstigste Variante für ein Girokonto steigt von 5,50 auf 6,90 Euro pro Monat. „Wenn nur eine einzige Belegbuchung notwendig wird, spart der Kunde, weil diese bislang 2 Euro kostete.“ Die teuerste Variante koste 13,90 Euro, darin seien aber auch eine Kreditkarte und viele andere Vorteile enthalten. Es gibt allerdings auch noch ganz treue Kunden, die für ihr Konto 3,50 Euro im Monat zahlen.

 „Mit der Abschaffung der SB-Terminals wollen wir mehr Kundennähe“, führt Schaly aus. Die Botschaft laute: Stell dich nicht an den Automaten, sondern wende dich an die Mitarbeiter. „Sicher, wir werden Online und App, die bei den drei Varianten dabei sind, nicht aufhalten. Aber Automaten sind nicht günstiger als Personal. Wir sind der Überzeugung, dass wir auf Dauer in der Fläche nur mit der persönlichen Betreuung überleben werden.“ Deshalb seien die Berater demnächst wieder unter ihrer Durchwahl zu erreichen – bislang landeten die Anrufe in Flintbek, von wo aus vermittelt wurde.

 Aus Sicht von Schaly ändert sich für die bisherigen Nutzer der Terminals, die nicht zu den Öffnungszeiten kommen, eigentlich nichts. „Sie füllen nur zu Hause den Beleg aus und werfen ihn in den Safe-Briefkasten. Am nächsten Tag werden die Überweisungen getätigt. Bei den SB-Terminals ging es auch nicht schneller, auch wenn man am Vorabend da war.“ 20000 Girokonten verwaltet die Sparkasse. Schaly hofft, zehn bis 20 Prozent dazugewinnen zu können. Zu den Kosten, die durch den erhöhten Personalaufwand entstehen, sagte er nichts. „Wir sparen aber durch die wegfallenden Terminals.“

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