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Stärkung der Filialen

Bordesholmer Sparkasse Stärkung der Filialen

Die Bordesholmer Sparkasse setzt auf Dezentralisierung. In den acht Filialen sollen die Leistungen für die Kunden verbessert werden. Das Geschäftsergebnis mit einer auf 730 Millionen Euro gestiegenen Bilanzsumme nannte Vorstandsvorsitzender Marcus Schaly „sehr erfreulich“.

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Andreas Schlüter, Gerhard Meifort und Markus Schaly (von links) sprachen von einem erfreulichen Geschäftsergebnis der Bordesholmer Sparkasse für 2015.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Ein Geschäftsjahr 2015 mit Zuwächsen in allen Bereichen liegt hinter der Bordesholmer Sparkasse. „Trotz eines schwierigen Umfelds mit niedrigen Zinsen und Regulierungsvorgaben konnten wir ein sehr erfreuliches Geschäftsergebnis erzielen“, erklärte Markus Schaly, Vorstandsvorsitzender der „BoSpa“, bei der Vorstellung der Bilanz am Donnerstag. Als Grund für die positiven Zahlen benannten Vorstand und Aufsichtsrat die Nähe zu den Kunden, die in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll.

 Schaly, Vorstandsmitglied Andreas Schlüter sowie Aufsichtsratschef Gerhard Meifort wollen antizyklisch agieren. „Unser Weg führt nicht zu einer Direktbank. Wir glauben weiter an persönliche Ansprechpartner und vertraute Gesichter, wir wollen vor Ort erlebbar sein“, betonten die Sparkassenvorstände. Dezentralisierung wird Trumpf: Die acht Filialen zwischen St. Margarethen und Kiel sollen stärker als bisher die Sparkassenleistungen kompetent vor Ort erbringen können. Bis Mitte des Jahres sollen die Mitarbeiter zudem direkt vom Kunden und nicht mehr über das Flintbeker Callcenter erreicht werden können. Weiterhin wird das Kreditinstitut Kontomodelle realisieren, bei denen wie im Baukastensystem Leistungen hinzu gebucht werden können.

 An den derzeit rund 150 Mitarbeitern will die vor 171 Jahren gegründete Sparkasse ebenso festhalten wie an der jährlichen Einstellung von zwei bis drei Auszubildenden. „Das Betriebsklima ist sehr gut, das sehen wir an den zahlreichen Bewerbungen. Alle Mitarbeiter haben zu dem guten Ergebnis beigetragen“, sagte Andreas Schlüter mit Blick auf die Bilanzsumme, die in 2015 um 2,5 Prozent auf 730 Millionen Euro kletterte. Ein deutliches Plus gab es bei den Kundeneinlagen, die am Jahresende um 3,6 Prozent auf 454 Millionen Euro anstiegen. Mit 6,7 Prozent verzeichneten die gewerblichen Darlehen kräftige Zuwächse, positive Zahlen wurden auch bei Abschlüssen im Versicherungsbereich, den Investmentfonds sowie den Bausparverträgen erreicht.

 Deutlich besser als erwartet fiel das Betriebsergebnis vor Bewertung mit 6,4 Millionen Euro aus, geplant waren 700000 Euro weniger. Dazu beigetragen hatten neben einem laut Schaly wirksamen Kostenmanagement die stark gesunkene Zahl an Betriebsinsolvenzen. Fast 2 Millionen Euro an Rückstellungen in diesem Bereich konnten aufgelöst und dem Eigenkapital zur Verfügung gestellt werden. „Vor diesem Schritt haben wir über eine Million Euro Steuern gezahlt“, betonte Markus Schaly.

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