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Pferdekoppel wird Bauland

Borgdorf-Seedorf Pferdekoppel wird Bauland

Neues Baugebiet in Borgdorf-Seedorf am See: Die Gemeindevertretung stellte am Dienstag konkrete Pläne vor – unter anderem eine E-Zapfsäule, die die Siedlung noch attraktiver und innovativer gestalten soll. Es gibt schon 30 Anfragen für neun Grundstücke und kleinere Wohneinheiten.

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Bürgermeister Achim Trede zeigt den Entwurf, wie die Koppel gegenüber der Badeanstalt in Borgdorf-Seedorf bebaut werden könnte. Das Gemeindegebiet ist verpachtet und wird als Ponyweide genutzt.

Quelle: Beate König

Borgdorf-Seedorf. Der Entwurf von Planer Guntram Plank fürs Baugebiet am Seedorfer Weg in Borgdorf-Seedorf lockte ein gutes Dutzend Zuschauer zur Bauausschusssitzung am Dienstagabend. Dort stellte außerdem Anna-Katharina Günther von der Hansewerk AG Varianten von Elektrozapfsäulen vor – ein neues Thema im Dorf.

 30 Bewerbungen hat Bürgermeister Achim Trede bereits für die Baugrundstücke, die voraussichtlich 85 Euro pro Quadratmeter kosten. Im Preis enthalten sind Baugutachten und die Erschließungskosten. Über die Vergabekriterien wird noch entschieden.

 „Wir wollen ein innovatives Gebiet schaffen, auf das die Gemeinde stolz sein kann“, erklärte Trede. Dazu kann das Aufstellen von Elektro-Tankstellen gehören. Anna-Katharina Günther stellte Varianten vom Hausanschluss für 2000 bis zur Station mit Gleich- und Wechselstrom für 20000 Euro vor. „Im Moment zahlt das Land einen Zuschuss von bis zu 5000 Euro pro E-Zapfsäule“, sagte Trede. Günther beschrieb eine Finanzierungsalternative: Dänemark bezuschusst E-Tankstellen in Deutschland, damit die Dänen Anlaufpunkte zum Auftanken ihrer Fahrzeuge haben. Es wird geprüft, ob Borgdorf-Seedorf nahe genug an der Autobahn 7 liegt.

 Die Änderungsanträge für den Flächennutzungs- und den Bebauungsplan liegen bereits beim Kreis zur Genehmigung vor. Nur rund 10000 Quadratmeter des 21000 Quadratmeter großen Gebiets gegenüber der Badeanstalt am See sollen Baufläche werden. Ein breiter Grünstreifen ist auf der Ostseite als Ausgleichsfläche zum Bellerbektal geplant. Nach derzeitigem Stand verbietet die Untere Naturschutzbehörde eine Fußwegverbindung zwischen Baugebiet und Tal. Quer durch die Obstwiese an der Westseite darf jedoch ein Pfad zur Straße Am See führen.

 Drei Grundstücksarten werden über eine S-förmige Straße erschlossen: Gegenüber des Sees sind drei Exklusivgrundstücke mit jeweils gut 900 Quadratmeter Größe geplant, jeweils rund 700 Quadratmeter haben sechs weitere Bauflächen. Am Wendehammer auf dem höchsten Punkt des hügeligen Terrains plant die Gemeinde kleinere Wohneinheiten speziell für Singles, Senioren und sozial schwächer aufgestellte Menschen. „Nur zwei bis drei Zimmer, nach Vorgaben der Landesplanung“, erklärte Bürgermeister Trede. Moderne Technik mit Photovoltaikanlage zur Energiegewinnung und einem Blockheizkraftwerk sollen hier Einzug halten. Dort ist auch ein Begegnungsbereich mit Spielmöglichkeiten für Kinder geplant.

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