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Pellet-Versuchsanlage: Heizen mit Gras

Borgstedt Pellet-Versuchsanlage: Heizen mit Gras

Heizen mit Gras. Geht das? Auf dem Gelände der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) gibt eine Versuchsanlage die Antwort. Feuchten Grünschnitt presst sie zu knochentrocknen Pellets. Auf dem Weg zum Brennstoff entzieht die Anlage dem Rohmaterial Wasser, siebt Sand heraus.

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Aus Grünschnitt verarbeitet die Versuchsanlage der Firma Bi.En von Diplom-Ingenieur Manfred Sauf (links) und Geschäftsführer Per Lind zu Pellets.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Borgstedt. Am Ende einer Lagerhalle in der hinteren Ecke des AWR-Geländes befindet sich die Versuchsanlage, knapp 500 Quadratmeter groß ist der Bereich, fahles Licht fällt hinein, Strahler hellen den Raum auf. Auf einem Podest windet sich ein geschlossenes Fließband. Das Rohmaterial aus Gras und Grünschnitt drückt ein Schneckengewinde vor der Halle aufs Fließband am Anfang der Anlage. An ihren Ende liegen zwei Säcke auf gestapelten Holzpaletten. Pellets quellen heraus.

Patente schützen das Verfahren

Per Lind und Manfred Sauf greifen zu, halten das Material in die Kamera. Mit dem Brennstoff können Siedlungen, Gewerbegebiete, Krankenhäuser und Schulen beheizt werden, sagen der Geschäftsführer der Firma Bi.En aus dem Russeer Weg in Kiel und sein Versuchsleiter. Was die Anlage in Borstedt leistet, „ist ein völlig neues Verfahren“, erklärt Lind, deutschlandweit einmalig, patentgeschützt.

Vor der rentablen Produktion

Die Firma mache voraussichtlich 2019 den nächsten Schritt - vom Versuch zur rentablen Produktion. Von der jährlichen Umwandlung von 100 Tonnen Rohmaterial in 25 Tonnen Pellets zur Extrahierung von 2500 Tonnen Pellets aus 10.000 Tonnen Grünzeug. Davor stehe ein Umzug Ende dieses Jahres an. Die Auswahl zwischen mehreren möglichen Standorten im Kreis Rendsburg-Eckernförde solle im Juli fallen, kündigt Per Lind an.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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