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Wenige Erdbeeren, viele Himbeeren

Himbeerhof Steinwehr Wenige Erdbeeren, viele Himbeeren

Voller Optimismus startete die Landwirtschaftskammer unter strahlender Sonne auf dem Himbeerhof Steinwehr bei Bovenau die Erdbeersaison im Mai. Doch dann kam der Regen. Wie die Saison war? Durchwachsen, sagt Steinwehr-Betriebsleiter Christian Kleimeier: Schlechte Erdbeerernte aber gute Preise.

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Die letzten Himbeeren der Saison begutachtet Christian Kleimeiner, Betriebsleiter auf Steinwehr bei Bovenau.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Bovenau. 57 Tonnen Erdbeeren pflückten die Erntehelfer auf Steinwehr, sagt Kleimeier. Auf 100 Tonnen hatte er zum Saisonstart im Mai gehofft. „Das war relativ optimistisch.“ Auch mit 80 Tonnen von achteinhalb Hektar Anbaufläche unter Tunneln, Folien und freiem Himmel wäre die Saison gut gewesen. Die Hitze im Mai, danach Regen und Kälte machten aber zu schaffen. In der Hitze entwickelten sich die Beeren zu schnell. Die Erntehelfer seien nicht mehr nachgekommen. Reife Früchte seien verdorben. Dann habe der Hof tagelang wegen des schlechten Wetters Einzelhändler nicht beliefern können. „Das war nicht schön.“ 

Kleimeier: „Ich möchte mich bei der Geduld meiner Abnehmer bedanken dafür, dass sie bei der Stange geblieben sind.“ Für ein Zwischenhoch am Ende habe schließlich die Spätsorte „Malvina“ gesorgt. „Die holte noch etwas raus. Sie ist nicht so empfindlich.“ In der zweiten Julihälfte sei die Erdbeer-Saison zu Ende gewesen. Fast vier Wochen früher als geplant. Die Erdbeerpflanzen für die Ernte des kommenden Jahres seien auf Steinwehr seit Mai und Juni schon gesetzt. Spätestens ab 2018 wolle er für sie zusätzliche Tunnel aufbauen, damit die Beeren besser vor dem Wetter geschützt sind, meint Kleimeier.

Mit der schlechten Erdbeerernte stand Steinwehr nicht alleine da. Landesweit seien die Erträge je nach Region zehn bis 20 Prozent unter dem Durchschnitt geblieben, erklärte Daniela Rixen, Sprecherin der Landwirtschaftskammer, am Donnerstag. „Das Wetter hat den Beeren zu schaffen gemacht.“

Mit den Erlösen ist Steinwehr-Betriebsleiter Kleimeier zufrieden. „Die Preise waren höher als 2015.“ So habe er in der Direktvermarktung in der Hauptsaison 3,50 Euro für ein Pfund Erdbeeren erzielen können. Tilmann Keller, Obstbauberater der Landwirtschaftskammer, hatte im Mai Preise bis zu 2,50 Euro erwartet. 

Völlig anders lief die Himbeer-Saison auf Steinwehr, die zum Wochenende ausläuft: Große Mengen, niedrige Preise. Kleimeier: „Wir hatten Tage, an denen wir mehr als 500 Stiegen gefüllt haben. Aber die Marktpreise waren extrem weit unten wegen des Überangebots.“ Eine durchschnittliche Himbeerernte auf Steinwehr hätte 30 Tonnen ergeben. „Wir lagen deutlich darüber Was bei den Erdbeeren fehlte, haben die Himbeeren aufgefangen.“ Mit einer Anbaufläche von sechseinhalb Hektar gehöre der Hof bei Bovenau zu den großen Himbeerplantagen im Land, sagt Daniela Rixen von der Landwirtschaftskammer.

Durchwachsen ist die Gesamtbilanz von Christian Kleimeier: „So schlimm wie gefühlt ist es doch nicht gewesen.“

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Hans-Jürgen Jensen
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