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In Bredenbek ist nicht alles kleiner

Bredenbek In Bredenbek ist nicht alles kleiner

Die Gemeinden Bredenbek und Walcott im amerikanischem Iowa sind seit 1997 Partner. Die Beziehung ist lebendig. Es kommt auch immer wieder trotz der Entfernung zu spontanen Begegnungen - wie jetzt bei Alt-Bürgermeister Hans-Werner Hamann.

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Besuch aus Walcott am Walcott-Haus: (von links) Josh und Brittany McCoy mit Ingrid und Hans-Werner Hamann.

Quelle: Torsten Müller

Bredenbek. Während Bredenbeks Partnerschaft mit Brandshagen gerade eine Krise durchlebt, bleibt die Partnerschaft mit Walcott im US-Bundesstaat Iowa trotz Tausender Kilometer Entfernung lebendig. Am Montag klingelte bei Alt-Bürgermeister Hans-Werner Hamann und Frau Ingrid das Telefon. Es meldete sich Brittany McCoy, geborene Hein – nicht aus Amerika, sondern von Burg auf Fehmarn. Zusammen mit ihrem Mann Josh befindet sie sich gerade auf Europa-Tour und will nicht nur die kleine Insel ihrer Vorfahren, sondern auch Walcotts einzige Partnergemeinde kennenlernen. Spontan laden die Hamanns das Paar nach Bredenbek ein. Die Begegnung ist locker und entspannt.

 Gleich zu Anfang gibt es eine Überraschung. „Bredenbek ist anders, als ich gedacht habe“, räumt die 36-Jährige ein, die sich noch an die Partnerschaftsfeier 1997 in ihrer Heimatstadt erinnert. In Walcott gibt es größere Felder, größere Traktoren – in Amerika ist schließlich alles XXL. „Aber wir haben keine Hügel“, räumt Josh ein. Der 38-jährige arbeitet im Nachbarort Davenport als Werkzeugmacher. Hans-Werner Hamann kann sofort punkten: „Gegenüber der Firma liegt das Restaurant mit den alten Maschinen.“

 Nicht alles ist in Bredenbek kleiner. „Das Walcott-Haus ist größer als bei uns“, staunt das Paar. Dafür gibt es in Walcott gleich drei davon. Hamann kann noch einmal punkten: Er singt die Hymne von Iowa und enttarnt sie als Melodie von Oh, Tannenbaum. Schließlich waren es Auswanderer aus Schleswig-Holsteiner, die Walcott 1854 gründeten.

 Bevor die Amerikaner zur Rhein-Romantik aufbrechen, wollen sie noch das Grab des Vorfahren besuchen. Er starb nicht in Walcott, sondern auf Fehmarn. „Seine Frau hatte sich in Iowa nicht wohlgefühlt; sie war wieder zurückgefahren“, erzählt Brittany. Johann Hein pendelte danach insgesamt 15 Mal zwischen den Kontinenten. „Beim letzten Mal brachte er sogar seinen Sarg mit“, weiß Brittany.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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