18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Noch kein Urteil im Prozess um Pferdequälerei

Brekendorf Noch kein Urteil im Prozess um Pferdequälerei

Der erste Tag des Gerichtsverfahrens um Tierquälerei von Reitschulpferden aus Brekendorf endete ohne Urteil. Der Zustand von zwei Pferden ist besonders unter der Lupe.

Voriger Artikel
Sie üben das Abseilen vom Windrad
Nächster Artikel
Wald überdeckt düsteres Kapitel der Geschichte

Am 13. August soll die Verhandlung um Tierquälereivorwürfe gegen einen Brekendorfer Reitverein fortgesetzt werden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Eckernförde/Brekendorf. Klaus, Sinai, Georgis Cinzano und Salomon – so heißen die vier Schulpferde des Reit- und Fahrvereins Brekendorf. Ihr Wohlergehen war am Dienstag Gegenstand einer längeren Verhandlung im Amtsgericht Eckernförde. Dort stellte sich der Vereinsvorsitzende K. der Anklage durch die Staatsanwaltschaft, er habe Ende des Jahres 2013 und Anfang 2014 gegen Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes verstoßen, indem er bei den vier Pferden Tierquälerei in Kauf genommen habe.

Die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hatte Kristina Hein vom Kreisveterinäramt. Sie wurde während der Verhandlung als sachverständige Zeugin gehört. Genau beleuchtet wurde zunächst nur die Aktenlage von zwei Pferden. Als nächsten Verhandlungstermin nannte Richter Martin Leinhos den 13. August.

K. sprach zu Beginn für sich selbst, später ergriff auch seine Anwältin Elke Christiansen das Wort. Auf Drängen einiger Mitglieder des damals zerstrittenen Vereins sei er im August 2013 erneut zum Vorsitzenden gewählt worden, erklärte K., der dieses Amt vor Jahren schon einmal innegehabt hatte. Erst im November 2013 sei aber die Eintragung ins Vereinsregister erfolgt. Da er großes Interesse an einem konfliktfreien Verhältnis zum Veterinäramt habe, sei er auch schon zuvor bei Begehungen stets auf die Forderungen von Kristina Hein eingegangen, sagte der Beklagte. Auf tierschutzrechtliche Mängel sei er niemals hingewiesen worden. „Den Vorwurf längerfristiger Tierquälerei weise ich zurück.“ Wenn überhaupt müsse dieser dem vorherigen Vorstand gemacht werden.

Dennoch ging es im weiteren Verfahren um den detaillierten Zustand der erwähnten Pferde, die schließlich am 30. Januar 2014 gemeinsam mit 56 Tieren von Privateinstellern bei einer Razzia durch das Kreisveterinäramt und die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und erst im Sommer wieder dem Verein zurückgegeben worden waren.

Thema waren am Dienstag der achtjährige Wallach Klaus und der 19 Jahre alte Sinai. Laut Heins Begutachtung war der Zustand des erstgenannten Tieres trotz Wurmbefalls nicht besorgniserregend, dennoch sei eine Mineralstoffunterversorgung festgestellt worden und es habe an Prophylaxe gemangelt. Bei Sinai dagegen seien ein gekippter Zahn, ein Wellengebiss und eine Zahnfleischentzündung diagnostiziert worden, was dem Tier mit Sicherheit Schmerzen verursacht habe. Allerdings vernahmen die zahlreichen Zuschauer, dass vom Verein veranlasste parallele Begutachtungen der Pferde durch andere Tierärzte positivere Einschätzungen ergaben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr zum Artikel
Beschlagnahmte Pferde aus Brekendorf

Bewegung ist in den Fall der 57 beschlagnahmten Pferde aus dem Reitstall Gosch beim Reit- und Fahrverein in Brekendorf gekommen: Das Amtsgericht Kiel hat die Beschlagnahmung einiger Vierbeiner beendet. Wie Vereinsvorsitzender Arno Krause bestätigte, seien zwei Ponys und ein Pferd an die Eigentümer zurückgegeben worden. Ein weiteres würde erwartet.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3