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Brief an Torsten Albig nicht zustellbar

Rolf Teucher Brief an Torsten Albig nicht zustellbar

Den Ministerpräsidenten Torsten Albig kennt in Kiel wohl fast jeder. Rolf Teucher, der ehemalige Bürgermeister von Rendsburg, wollte jetzt Torsten Albig per Post einen Brief ins Landeshaus schicken. Doch der kam zurück. Der Empfänger konnte nicht ermittelt werden.

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Rolf Teucher zeigt das Dankesschreiben an Ministerpräsidenten Torsten Albig, das er nun als unzustellbar zurückbekam.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. „Ich habe ganz schön große Augen gemacht, als ich den Briefkasten geöffnet habe“, sagt Rolf Teucher am Donnerstag. Mitte Dezember war dem Ex-Bürgermeister das Bundesverdienstkreuz für sein ehrenamtliches Engagement durch den Ministerpräsidenten Torsten Albig verliehen worden. „Es war eine sehr würdevolle Feier mit einer treffenden Rede“, berichtet der 71-Jährige. „Dafür wollte ich mich beim Ministerpräsidenten bedanken.“

 Schon zwei Tage nach der Feier schickte Teucher einen Brief mit seiner Danksagung und frohen Weihnachtswünschen nach Kiel. Die Adresse deutlich lesbar, maschinell ausgedruckt: „An den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holsteins Torsten Albig, persönlich, Landeshaus Kiel, Staatskanzlei“. Eine Postleitzahl oder Straße habe er bei der bekannten Adresse und Person nicht draufgeschrieben, erzählt Teucher. Jetzt lag der Brief mit einem Aufkleber wieder in seinem Briefkasten: Empfänger nicht zu ermitteln. „Ich dachte mir, das kann doch nicht sein, dass die im Kieler Briefzentrum den Ministerpräsidenten nicht kennen“, sagt Teucher. „Wenn da ein menschliches Auge draufgeschaut hat, muss es wohl blind gewesen sein.“

 Die unvollständige Adresse ist das Problem, berichtete gestern ein Postsprecher. Das Landeshaus allein sei keine zustellungsfähige Adresse und werde vom automatisierten System nicht erkannt. Dafür brauche es eine Postleitzahl sowie den Straßennamen. Doch auch bei der Adressennachforschung fiel der Brief durch – da der Nachname des Ministerpräsidenten verdeckt gewesen sei, so der Sprecher. Ein Brief werde nur zugestellt, wenn der Empfänger sicher zuzuordnen sei. Das sei bei diesem Schreiben nicht der Fall gewesen, meinte der Sprecher – auch wenn der Ministerpräsident eine Person des öffentlichen Lebens ist.

 Für Rolf Teucher ist der Fall keine große Sache. Er wolle sich nicht bei der Post beschweren. „Ich finde es eher lustig“, meint der ehemalige Bürgermeister. Den Brief will er in den kommenden Tagen wieder an den Ministerpräsidenten schicken, kündigt Teucher an. „Diesmal aber mit vollständigem Straßennamen und der Postleitzahl.“

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