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Brücke gerade gerückt

Grevenkrug Brücke gerade gerückt

Die Blaue Brücke über der Eider ist nicht mehr länger schief: Mit vereinten Kräften und spezieller Ausrüstung gelang es den Grevenkruger Feuerwehrleuten am Dienstagabend, die bekannte Flussquerung anzuheben und wieder gerade zu rücken. Warum die 1865 gebaute und unter Denkmalschutz stehende Eisenkonstruktion in Schieflage geraten war, ist noch unklar.

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Knapp eine Stunde brauchten die Feuerwehrleute, um die Brücke wieder in die ursprüngliche Position zu bringen.

Quelle: Tietgen

Grevenkrug. Die nach Techelsdorf führende Eiderquerung rutschte auf Grevenkruger Seite von den Doppel-T-Trägern, die auf einem dicken Betonklotz quer zur Brücke montiert sind. Damit lag die zu den ältesten Eisenbauwerken des Landes zählende Brücke nur noch schräg auf dem Beton auf. Entdeckt wurde die Schräglage kurz nach Himmelfahrt. Ob die Brücke durch einen Vatertagsulk in die Schräge rutschte oder die Brücke schon vorher von den T-Trägern glitt, können die Grevenkruger nicht sagen. Für Spaziergänger gefährlich sei die Schieflage aber nicht. „Das Malheur könnte auch durch Schwingungen ausgelöst worden sein. Wenn viele Leute hintereinander ’rübergehen und vielleicht sogar hüpfen, kann sich das aufschaukeln“, sagte Bürgermeister Klaus Gronau, der als einer von gut einem Dutzend Feuerwehrleuten zur Richtigstellung anrückte.

 Mit ihrem Feuerwehrauto fuhr das Team um Wehrführer Hans-Ulrich Reese bis zur Schutzhütte am Eidertalwanderweg. Von dort stiefelten die Blauröcke im Gänsemarsch und mit Schubkarren voller Ausrüstung durch ein Spalier neugieriger Färsen zur Brücke. Einige Feuerwehrmänner blieben zurück, über Funk sollten sie im Bedarfsfall weitere Ausrüstung heranbringen. Aber das Equipment reichte aus: Erst mit Brech- und Eisenstangen plus Muskelkraft, dann mit druckluftbetriebenen Hebekissen hoben die Grevenkruger die Brücke am Auflagepunkt stückweise an und sicherten die gewonnene Höhe durch Bretter und Keile aus Holz.

 Danach bugsierten sie das Brückenmittelstück zentimeterweise wieder an die ursprüngliche Position. Die Überlegung, die Brücke mit den T-Trägern zu verschweißen und so ein erneutes Abrutschen zu verhindern, wurde ausgiebig diskutiert und dann verworfen – eine neuerliche Schieflage sah Reese als unwahrscheinlich an. „Für uns war es gut, den sowieso anstehenden Dienstabend für die Aktion zu nutzen, so konnten wir auch unsere Ausrüstung einem weiteren Praxistest unterziehen“, sagte Reese. Nach knapp einer Stunde rückte das Feuerwehrteam ab – und half nebenbei einer Jungkuh aus einer misslichen Situation: Die Färse war offenbar durch die Eider auf die Techelsdorfer Seite geraten und traute sich nicht mehr zurück. Mehreren Feuerwehrleuten gelang es aber, das Tier über die Brücke wieder zurück zur Herde zu locken.

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