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Verhandlungen um Kinderhaus

Brügge kündigt Vertrag Verhandlungen um Kinderhaus

Die Gemeinde Brügge hat den Vertrag mit der St. Johanniskirchengemeinde über die Finanzierung des Montessori-Kinderhauses gekündigt. Begründet wurde die Entscheidung der Gemeindevertreter mit dem wachsenden Defizit der Einrichtung. Das Aus bedeutet die Kündigung aber noch nicht: Beide Seiten wollen verhandeln.

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Während im Brügger Montessori-Kinderhaus eifrig gebastelt und gemalt wird, streiten Kommune und Kirchengemeinde um die Kosten.

Quelle: Sven Tietgen

Brügge. Seit der Gründung 2004 ist das Defizit des Montessori-Kinderhauses ständig gewachsen. Anfangs betrug das Minus 10400 Euro, für 2016 sind 48200 Euro eingeplant. Mit Blick auf das erhebliche Haushaltsdefizit zog die politische Gemeinde Brügge nach den Worten von Bürgermeister Werner Kärgel die Notbremse. „In 2004 war das Defizit noch verkraftbar, aber jetzt können wir es nicht mehr bezahlen“, sagte Kärgel. Die Beiträge der Umlandgemeinden, aus denen elf der 18 Kinder stammen, sind nicht auskömmlich. Die Kirche selbst zahlt nur 1700 Euro pro Jahr, führte der Brügger Gemeindechef weiter aus.

 „Ziel der Kündigung ist, mit der Kirche einen neuen tragfähigen und nachhaltigen Vertrag auszuhandeln“, betonte Kärgel. Für Pastor Henry Koop ist ein neuer Vertrag nach zwölf Jahren durchaus notwendig. Er machte aber deutlich, dass der Kostenbeitrag der St. Johanniskirchengemeinde eine freiwillige Leistung sei: „Es ist üblich, dass Kommunen bei freien Trägern 100 Prozent der Kosten übernehmen.“ Das Defizit sei deshalb so hoch, weil das Montessori-Kinderhaus nur eine Gruppe habe. Die Betriebserlaubnis gelte zudem nur für maximal 18 Kinder und zwei Vollzeitkräfte seien gesetzlich vorgeschrieben. „Als kleinste Kita in der Region sind wir teurer, wir zahlen Tariflohn für alle Bereiche, und daran werden wir auch festhalten“, betonte der Pastor.

 Aus seiner Sicht muss der Kostenausgleich durch den Kreis angepasst werden: „Die Beträge sind zu gering, sie decken nicht die Kosten, dafür muss sich aber die Standortgemeinde einsetzen.“ Von Seiten der Amtsverwaltung hat es bereits Anfragen in dieser Sache gegeben. Ergebnis: „Auf Sicht“ ist nicht mit einer Erhöhung zu rechnen.

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