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Ganz schwache Anmeldezahlen

Bordesholm Ganz schwache Anmeldezahlen

Die Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule in Bordesholm muss in der Oberstufe, die 2014 eingeführt wurde, zurückrudern. Angesichts ganz schwacher Anmeldezahlen wird das vor einem Jahr neu eingeführte Sportprofil für den neuen elften Jahrgang wieder gestrichen. Der Schulverband räumte ein, die eigenen Ziele von 50 Schülern pro Jahrgang bislang nicht erreicht zu haben.

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An der Oberstufe der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule in Bordesholm wird es im nächsten Schuljahr nur zwei Profile geben – die Anmeldungen von Schülern sind deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. „Wir werden im September nur zwei Profile anbieten, anders ist das Ganze nicht darstellbar“, betonte Schulverbandsvorsteher Manfred Christiansen im Gespräch mit unserer Zeitung. Über konkrete Zahlen wollte er, in Abstimmung mit dem Bildungsministerium, nicht sprechen.

 Für einige Millionen Euro hatte der Schulverband für die Oberstufe auf dem Gelände am Langenheisch ein neues Zentrum geschaffen. Diese Entscheidung war nicht unumstritten, weshalb natürlich die 16 Verbandsgemeinden die Entwicklung mit besonderen Argusaugen verfolgen. In den vergangenen beiden Jahren stimmten die Zahlen mit 40 bis 42 Schülern, wenngleich man sich bereits zu diesem Zeitpunkt mehr erhofft hatte. Neben den Profilfächern Wirtschaft/Politik und Biologie ist im vergangenen Jahr auch noch Sport dazugekommen. Der dadurch erhoffte Schwung blieb aber aus, und im Frühjahr 2016 deutete sich eine sehr schwache Nachfrage nach Plätzen im neuen elften Jahrgang ab. „Die Zahl 17 ist aber völlig überholt. Es sind deutlich mehr“, reagierte Christiansen auf Gerüchte. Die Oberstufe sei nicht in Gefahr.

Bei der Ursachenanaylse mauert der Schulverband etwas. „Es ist in diesem Jahr nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten“, gestand Christiansen. Mit eine Rolle dürfte dabei auch der krankheitsbedingte Ausfall von Rektor Markus Salman seit dem Frühjahr gespielt haben. Sein Stellvertreter Jan Thomsen werde vermutlich auch noch länger die Schule leiten, hieß es weiter.

Die Zahlen seien bitter, hieß es aus dem Schulelternbeirat. Die Schule habe es nicht verstanden, sich als gute Einrichtung zu präsentieren. Zudem seien Ideen seitens der Leitung vom Kollegium geblockt worden. Eine Abwanderung der Schüler, insbesondere zu den Berufsbildenden und regulären Gymnasien, bei denen ja auch keine Schulartempfehlung mehr vorgelegt werden muss, sei nun die Folge. Die Alexander-von-Humboldt-Schule in Neumünster-Einfeld, die vor der Einführung der Oberstufe in Bordesholm als das „Bordesholmer Gymnasium“ galt, hat in diesem Jahr einen Anstieg bei den Anmeldezahlen um zehn Schüler auf 130.

Der Schulverbandsvorsteher geht aber nur von einem vorübergehenden Tief aus. Für das Schuljahr 2017/18 prognostiziert Christiansen optimistisch einen Jahrgang mit 50 Schülern und wieder drei Profilen. Es werde über verschiedenste Verbesserungen nachgedacht. Eine Modernisierung der Mensa ist bereits beschlossene Sache.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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Neumünster/Bordesholm/Nortorf
Foto: Doris Weege, Schulleiterin der Alexander-von-Humboldt-Schule in Neumünster-Einfeld, freut sich über stetig große Anmeldezahlen an ihrer Schule.

Erstmals haben in Hohenwestedt in der Region Neumünster Schüler einer Gemeinschaftsschule Abitur gemacht. 2017 folgen erste Abiturienten aus Bordesholm und Nortorf. Seit dem Entstehen der gymnasialen Oberstufen ist der Kampf um die Schüler in der Region härter geworden.

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