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Bobbo ist der Publikumsliebling

Brügger Dielentheater Bobbo ist der Publikumsliebling

„Ich hoffe Sie sind aufgeklärt. Wenn nicht, nach heute Abend schon!“, warnte Regisseur Torge Britschin vom Brügger Dielentheater in seiner Begrüßung zur Premiere des neuen Stücks "Liebling, es ist angerichtet". Mit der Komödie sorgten die Laiendarsteller in Stoltenbergs Gasthof am Freitag für viele Lacher.

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Zuhälter Jo (Eike Rix) schlichtet den Streit zwischen den Prostituierten Lilly (Beate Mahler) und Natja (Tanja Bauck).

Quelle: Veronika Sawicki

Brügge. In dem Dreiakter von Uschi Schilling geht es um Julia Sanders, gespielt von Hilke Osbahr, die von ihrer verstorbenen Tante eine gewöhnliche Pension geerbt zu haben glaubt. Aber eigentlich handelt es sich um ein Freudenhaus. Mit ihrem unsympathischen Verlobten Horatio gespielt von Uli Tietgen, macht sie sich auf, ihr Erbe zu begutachten. Missverständnisse und Peinlichkeiten mit den Bewohnern sind vorprogrammiert.

 „Wenn er so weiter macht, erschlage ich ihn entweder mit meiner Nagelfeile oder mit meinen Wattebäuschchen“, lässt Bobbo genervt verlauten, als er sich über den Verlobten von Julia Sanders aufregt. Der schwule Mitbewohner und Transvestit, gespielt von Pastor Henry Koop, hatte es dem Publikum besonders angetan. Dramatische Augenroller zwischen pink-farbenen Kunstwimpern, feminine Seufzer zwischen den Sätzen und seine unverblümte Art ließen manch einen Zuschauer vor lauter Lachen in Tränen ausbrechen. „Er ist ein Naturtalent“, sagte Kollegin Beate Mahler, die selbst als Prostituierte auf der Bühne steht.

 Die Theater-Gruppe spielt mittlerweile ihr 22. Stück. Seit Januar wurde fleißig geprobt. „Wir haben dieses Mal komplizierte Umzüge und müssen uns mehrmals umschminken. Das erfordert ein hohes Maß an Koordination“, erläuterte Regisseur Torge Britschin die besondere Herausforderung dieses Jahres. Rund 15 Männer und Frauen sind an der Umsetzung beteiligt. Das Bühnenbild baut die Truppe jedes Mal selbst und wird bei der Ausstattung der Kulisse von einem Möbelhaus aus Neumünster unterstützt.

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Ein Artikel von
Veronika Sawicki

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