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Brutfloß für die Flussseeschwalbe

Flemhuder See Brutfloß für die Flussseeschwalbe

Der Ruf ist unaussprechlich und mit „kiärr“ nur unvollkommen umschrieben. Im Bereich des Flemhuder Sees zwischen Quarnbek und Krummwisch ist dieser Ruf jetzt häufiger zu hören. Er stammt von Flussseeschwalben. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Kiel-Holtenau hat noch vor ihrer Brutzeit Anfang Mai für sie ein Floß auf dem Spülfeld A verankert, das von den Vögeln überraschend schnell und zahlreich angenommen wurde.

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Flussseeschwalben fühlen sich am Flemhuder See wohl. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat im Spülfeld A einen Ponton zum Brüten errichtet.

Quelle: Torsten Müller

Quarnbek. Etwa zehn Brutpaare beobachtet die Westenseer Ornithologin Natascha Gaedecke auf dieser schwimmenden Insel. „Das ist ein sehr gutes Resultat“, sagt sie begeistert. Die Erleichterung ist auch beim WSA zu spüren. Durch die Vorbereitungen für den geplanten Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals gab es in den vergangenen Monaten erhebliche Eingriffe in die idyllische Landschaft, von denen auch die Flussseeschwalben betroffen waren. „Wir mussten eine Steininsel im Flemhuder See versetzen“, sagt Niels Böge, Bauleiter beim WSA. Als Natascha Gaedecke den Wunsch nach einem zusätzlichen Brutfloß äußerte, wurde die Behörde schnell aktiv und nutzte die Gunst der Stunde. „Durch die Bauarbeiten hatten wir ja ohnehin das notwendige Gerät vor Ort und konnten die künstliche Insel ins Wasser bringen und verankern“, erzählt Böge und freut sich über diese Zusatzmaßnahme, die ohne Planfeststellungsverfahren auskam.

 Durch die zusätzliche Bruthilfe hat sich am Flemhuder See die Population der Flussseeschwalbe offenbar verdoppelt. Aufgrund der Veränderungen in der Landschaft sind diese Vögel im Binnenland nicht mehr häufig anzutreffen. Diese Vögel, die im Aussehen Möwen ähnlich sind, siedeln gern auf Inseln von wasserreichen Gebieten, wo sie bei der Brut nicht gestört werden. Kleine Fische, die sie durch Sturztauchen erbeuten, dienen ihnen als Nahrungsgrundlage. Auf dem Floß sind für den Nestbau kleine Satteldächer angebracht. Vom Damm zwischen dem See und dem Spülfeld A kann man die Aufzucht derzeit gut beobachten. Nach Angaben von Niels Böge wird das WSA in naher Zukunft für Spaziergänger eine Informationstafel aufstellen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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