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Die Onleihe ist ein Erfolg

Eckernförde Die Onleihe ist ein Erfolg

Der Welttag des Buches am Donnerstag soll Kinder und Erwachsene dazu ermutigen, öfter mal ein Buch zur Hand zu nehmen. Aus gutem Grund: Denn das Leseverhalten wird schwächer. Auch die Stadtbücherei Eckernförde registriert eine Abnahme der Ausleihen um acht Prozent (2014). Dagegen verzeichnet die Onleihe (E-Books) eine starke Zuwachsrate von über 18 Prozent.

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Stadtbücherei-Leiter Hans-Jürgen Simon reagiert mit Leseförderungs-Aktionen auf rückläufige Ausleihzahlen. Gefragt sind vor allem Roman-Bestseller, Krimis und Sachbücher.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Die Zahlen des Bundesbildungsministeriums sind erschreckend: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland können einen zusammenhängenden Text nicht lesen oder schreiben. Rund 14 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung sind von diesem „funktionalen Analphabetismus“ betroffen. Hier möchte auch die Stadtbücherei ihr Engagement forcieren. Dieses Jahr will Leiter Hans-Jürgen Simon ein Projekt Leichter Lesen starten. Das heißt: In das Sortiment werden verstärkt Bücher aufgenommen mit kurzen Texten und einfacher Grammatik. Diese „Leichter Lesen“-Ecke, so Simon, komme auch Flüchtlingen mit geringen Deutschkenntnissen entgegen.

Generell geht der Bücherei-Leiter davon aus, dass die Ausleihzahlen ihren Zenit überschritten haben. Ursachen liegen nicht nur in der demographischen Entwicklung. Auch das Leseverhalten der Jugendlichen hat sich verändert, Computer und Smartphone locken mit neuen Möglichkeiten. Ebenso würden weniger Schulklassen die Bücherei-Führungen nutzen, bedauert Simon. Die Stadtbücherei versucht, mit Leseförderung gegenzusteuern. Gut angenommen werden beispielsweise die von Marie-Therese Fritzen-Einfeldt betreuten Vormittage für kleine Lesemäuse (eins bis drei Jahre) und ihre Eltern. Im Winterhalbjahr gibt es Vorlese-Nachmittage für Vier- bis Sechsjährige. Ferner hält die Bücherei kostenlose Lesestart-Sets für Zwei- bis Dreijährige mit Bilderbuch und Vorlese-Tipps bereit.

196.000 mal liehen Nutzer im vergangenen Jahr Bücher und andere Medien aus. Das Jahr davor waren es noch 212.000 Ausleihen. Renner sind laut Simon Roman-Bestseller, Krimis und Thriller sowie Sachbücher aus den Bereichen Handarbeit und vegane Ernährung. Rund 1000 Neuanmeldungen von Lesern nimmt die Stadtbücherei jedes Jahr auf. Die Zahl der aktiven Nutzer mit Leseausweis ist mit 4250 dagegen etwas gesunken. Eine Erfolgsgeschichte stellt die Onleihe dar. Ein sattes Plus von 18 Prozent steht hier unterm Strich bei 10.600 heruntergeladenen E-Books. Die Titelbreite ist zwar geringer als die der realen Bücher in den Regalen. „Sie wird aber stark ausgebaut“, sagt der Leiter. Allerdings: Je nach Verlagspolitik bekommt nicht jedes Druckwerk die elektronische Lizenz.

Auch andere elektronische Helfer erleichtern die Ausleihe. So können auf der Homepage (www.stadtbuecherei-eckernfoerde.de) verfügbare Medien der Bücherei eingesehen, vorgemerkt oder verlängert werden, sowie E-Mail-Benachrichtigungen für Rückgabetermine oder Verfügbarkeiten geordert werden.„Wir beraten dabei gern“, sagt Simon. Auch eine entsprechende App (Web OPAC/Android) gibt es. Die virtuelle Bücherei soll es aber nicht geben. „Wir behalten unser persönliches Gesicht“, verspricht Simon.

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Christoph Rohde
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