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Wunsch nach Infos und Entlastung

Demenzfreundliches Büdelsdorf Wunsch nach Infos und Entlastung

Die Stadt Büdelsdorf beteiligt sich am bundesweiten Modell Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz. Am Mittwochabend fand im Bürgerzentrum mit 100 Besuchern der Auftakt für Aktivitäten in Büdelsdorf statt. Als Schwerpunkte zeichneten sich bessere Information und Unterstützung für Angehörige ab.

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Sinngebende Beschäftigung intensivieren: In der Seniorenwohnanlage gibt es eine Männerwerkstatt. Mitarbeiterin Andrea Stövsand hilft Gerd Rehder bei einer Tonarbeit.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Büdelsdorf. An dem Projekt nehmen bundesweit 369 Kommunen teil, darunter acht in Schleswig-Holstein. Ziel ist es, die Gesellschaft zu sensibilisieren, zu informieren und ein Bewusstsein für das Krankheitsbild zu schaffen. Unter dem Motto „Demenzfreundliche Stadt Büdelsdorf – Wir bauen Brücken“ stellte die Büdelsdorfer Seniorenwohnanlage am Park mehrere Workshops in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Sie wollte Antworten auf die Fragen „Was brauchen Angehörige von demenziell Erkrankten?“ und „Wie können die Versorgungsstrukturen weiter verbessert werden?“.

 Aus der Fülle der Anregungen durch die Besucher ergaben sich zwei Aspekte als Schwerpunkte des Bedarfs: Informationen und Öffentlichkeitsarbeit über Angebote müssen verbessert werden, die pflegenden Angehörigen brauchen mehr Entlastung, möglichst durch ehrenamtliche Kräfte. Bewegung, Begleitung, soziale Kontakte und sinngebende Beschäftigung lauteten Ansprüche zugunsten von Menschen mit Demenz in Pflegeeinrichtungen.

 Mehr Aufklärung war das Stichwort für Wolfgang Artz aus Büdelsdorf. „Was ist Demenz, wie äußert sich die Krankheit?“ Der 62-Jährige möchte von den Pflegeeinrichtungen und -organisationen rechtliche Beratung über die Ansprüche der Dementen und ihrer Angehörigen. Hannelore Tiedje (73) aus Büdelsdorf, seit zwölf Jahre Grüne Schwester in der Seniorenwohnanlage, warb für ein Netzwerk an Entlastungshilfen für Angehörige.

 Ilona Suhr (56) aus Büdelsdorf regte die Einrichtung einer Tagespflege an. „Es gibt Angehörige, die wollen sich bis zu einem Tag lang etwas anderem zuwenden. Da reicht eine ehrenamtliche Hilfe nicht aus.“ Bernhard Sitter aus Rendsburg schlug vor: „Es sollten mehr Fachärzte in den Pflegeeinrichtungen tätig werden.“ Der 66-Jährige wünschte sich ein Informationsportal im Internet. „Dann könnten sich Betroffene zu Hause über alle Angebote im Zusammenhang mit dementen Angehörigen schlau machen.“

 Wie geht es mit der Demenzfreundlichkeit weiter? „Es sind uns viele Anregungen mit auf den Weg gegeben worden. Wir werden sie umsetzen“, kündigte Thomas Wittke an. Dabei ist für den Einrichtungsleiter der Seniorenwohnanlage vor allem wichtig, dass sich alle Einrichtungen und Organisationen in Büdelsdorf, die sich mit Angeboten für Demente und alten Menschen befassen, in einem Netzwerk zusammenfinden.

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