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Aco entwässert die Spiele in Rio

Büdelsdorf Aco entwässert die Spiele in Rio

Nach Formel-1-Pisten und Fußballarenen jetzt die Olympischen Spiele in Rio: Die Firma Aco entwässert in Brasilien Sportstätten, Flughafen und Stadtbahn, damit Athleten und Besucher keine nassen Füße bekommen. Das Unternehmen mit Stammsitz in Büdelsdorf gehört zu den Weltmarktführern für Entwässerungstechnik.

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Damit die Fahrgäste nicht in Pfützen tappen: Die Büdelsdorfer Firma Aco hat die Entwässerung für die neue Stadtbahn von Rio de Janeiro gebaut. Fernando Wickert (v.l.), Francois Desebbe und Iver Ahlmann von der Aco-Gruppe zeigen die Abflussrinne für das Regenwasser.

Quelle: Natalia Beschorner

Büdelsdorf. Etwas Besonderes ist die Entwässerung der neuen Stadtbahn in Rio de Janeiro. Erstmals habe Aco da ein in Frankreich entwickeltes und produziertes System für Gleisanlagen eingebaut. Die Rinnen müssen Regenwasser aus dem Gleisbett ableiten und gleichzeitig die Vibration der Stadtbahn abfedern, sagt Unternehmenssprecherin Julia Barke. Das sei eine Herausforderung gewesen, Aco habe seine Technologie dort weiter entwickelt. Ansonsten sei seine Firma „der Spezialist und Marktführer für die Entwässerung von Straßenbahnschienen“, sagt Geschäftsführer Hans-Julius Ahlmann. Das gelte für Frankreich, Brasilien, Nordafrika und Australien. Daneben hat die Gruppe auf dem Flugplatz von Rio Schwerlastrinnen eingebaut.

Weiter hat Aco Sportstätten entwässert. Alleine im Hockey-Stadion hat das Unternehmen Rinnen mit einer Gesamtlänge von 1000 Metern verlegt, unter anderem unter dem Kunstrasen. Auf der Auftragsliste standen außerdem die BMX-Bahn und das Tennis Center in Barra im Süden von Rio de Janeiro mit einem zentralen Stadion sowie 15 benachbarten Nebenplätzen. Im und am Maracana-Stadion, in dem ab Freitag die Olympische Flamme brennt, hatte die Firma schon vor zwei Jahren zur Fußball-Weltmeisterschaft Entwässerungsleitungen verlegt.

Am Olympiaprojekt waren nach Aco-Angaben rund 30 Beschäftigte in Brasilien, Frankreich und Deutschland beteiligt. So hat Büdelsdorf Systeme für einen zentralen Platz in Rio gebaut und von Hamburg aus in einer dreiwöchigen Passage nach Rio verschiffen lassen. Alle Rinnen liegen seit Ende 2015/Anfang 2016 in der Erde.

Bei Entwässerungssystemen gehört die Büdelsdorfer Aco-Gruppe zu den Weltmarktführern. Die Firma hat Bauteile aus Polymerbeton entwickelt, das sind Elemente aus einer Mischung aus Kunstharz, Sand und Kies. Das Familienunternehmen auf dem Gelände der Carlshütte feiert in diesem Jahr 70-jähriges Bestehen. Heute ist Aco mit 30 Produktionsstandorten in 15 Ländern präsent. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 4200 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 705 Millionen Euro.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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