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Menschenkette für eine Fähre

Osterrönfeld Menschenkette für eine Fähre

Mit einer Menschenkette von der Eisenbahnhochbrücke bis zum Fußgängertunnel in Rendsburg-Süd haben Bürger am Freitag für einen dauerhaften Ersatz-Fährverkehr sowie eine schnelle Reparatur der havarierte Schwebefähre demonstriert. Mehrere hundert Menschen reihten sich dafür am südlichen Kanalufer auf.

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Auch der Kreiskulturbeauftragte Reinhard Frank hatte sich am Freitag in die von mehreren Hundert Bürgern gebildete Menschenkette eingereiht, die von der Eisenbahnhochbrücke bis zum Fußgängertunnel reichte.

Quelle: Malte Kühl

Osterrönfeld. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass es so nicht weitergeht“, sagte Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht, einer der Initiatoren der Aktion. Jahrelang hätten die Bürger der Region die Dauerbaustelle im Kanaltunnel hingenommen und angesehen, wie marode die Infrastruktur sei, ohne dass sich etwas wesentlich verändert habe. Die Verfahrensweise mit der havarierten Schwebefähre nach ihrem Unfall am 8. Januar diesen Jahres setze dem Ganzen die Krone auf. Es müsse endlich verbindliche Zeitpläne auf den Baustellen sowie einen dauerhaften Ersatz für die Schwebefähre geben. Sein Rendsburger Amtskollege Pierre Gilgenast stimmte ihm zu. „Täglich stehen wir im Stau im Kanaltunnel mit einer Begründung, die so nicht mehr hinnehmbar ist. Wir wollen endlich wissen, woran wir sind.“

 Seit Jahren 2011 ist der Rendsburger Kanaltunnel eine Dauerbaustelle. Immer wieder kommt es zu Verzögerungen. Eine Fertigstellung ist laut letzter Aussage der WSV für 2019 geplant. Die Geduld der Bürger in der Region ist am Ende. Nach der Kollision im Januar ist nun auch die Schwebefähre beschädigt. Diese liegt im Dock in Rendsburg. Nun hat die WSV einen Anleger für eine Ersatzfähre fertig gestellt. Diese soll aber nur im Bedarfsfall, also bei Großveranstaltungen oder Problemen im Fußgängertunnel fahren. Den Betroffenen in der Region reicht das nicht. Sie fordern mit der Menschenkette einer dauerhaften Verkehr.

 Die Kanalverwaltung beharrt dagegen auf ihrem Standpunkt. Die Ersatzfähre werde nur bei Bedarf fahren, sagte Dieter Schnell, Chef des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes, am Freitag in Rendsburg. „Das ist der bisherige Stand.“ Denn die Notwendigkeit für einen dauerhaften Ersatz sei nicht zu erkennen, meinte Schnell. Trotzdem liefen Gespräche mit den Gemeinden. Wann der Neubau oder die Sanierung der Schwebefähre beginnnt und wann die Arbeiten fertig sein sollen, konnte Schnell am Freitag nicht sagen.

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