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„Aber wo liegt der Anreiz?“

Kronshagen „Aber wo liegt der Anreiz?“

Nach der Sommerpause will die Gemeindevertretung in Kronshagen den Rahmenplan für den neuen Ortskern verabschieden, doch bei der Bürgeranhörung am Donnerstagsabend gab es vielfältige Kritik an den Neubauvorschlägen: zu hoch, zu kompakt. Zudem wurde das Fehlen einer gleichzeitigen Verkehrsplanung beklagt.

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Zu kompakt: Zahlreiche Kronshagener kritisierten die Neubauvorschläge für den Ortskern. Nach der Anhörung diskutierten sie mit Architektin Ute Hertling.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Mehr als 50 Kronshagener waren in den Ratssaal gekommen, um sich von der Landschaftsarchitektin Ute Hertling den Entwurf des Rahmenplans für den Bereich nördlich und südlich der Kieler Straße erläutern zu lassen. Das Hamburger Büro Hahn, Hertling, von Hantelmann war im vergangen Jahr beim städtebaulichen Wettbewerb als Sieger hervorgegangen. Deren Beitrag musste für den Rahmenplan überarbeitet und aktualisiert werden.

 Hartmut und Barbara Kunkel zeigten sich von der geplanten Neubebauung „ästhetisch enttäuscht“. Die Gebäude seien zu groß. An Stelle der noch abzureißenden Elac-Häuser ist ein dreigeschossiger Baukörper ohne Spitzdach vorgesehen. Er hat etwa die gleiche Bauhöhe wie die am Kathweg geplanten zweigeschossigen Wohnhäuser mit Spitzdach. Eine viergeschossige Höhe erreicht allein der Turm an der Ecke Kieler Straße/Kopperpahler Allee. Gisela Röske war von dem Entwurf „erschüttert“. Nach ihrer Ansicht ist die Neuplanung „total gedrungen“. Ziel des Abrisses der Elac-Häuser sei es doch, den Ortskern attraktiver zu machen: „Aber wo liegt der Anreiz hierherzukommen?“, fragte sie. Ottoni Habura-Flüh sorgte sich um den Blick auf das historische Sparkasse-Gebäude und forderte, die künftige Hauskante an der Kieler Straße weiter zurückzusetzen. Diese Kante hatten die Planer bereits nach der Kritik am Siegerentwurf um zwei Meter zurückversetzt. Jesse Kersig warb für den Mut zur Veränderung und die Neuplanung: „Was ich sehe, erzeugt bei mir ein gutes Gefühl.“ Als Architekt könne er die Grundideen nachvollziehen. Sein Appell: „Sehen Sie die Potenziale.“

 Unzufriedenheit wurde auch laut, weil im Rahmenplan keine Lösungen für die Verkehrsfragen dargestellt sind. Kann die Kieler Straße beruhigt oder im Tausch mit der Claus-Sinjen-Straße von einer Landesstraße zur Gemeindestraße herabgestuft werden? Bernd Jensen fand die jetzige Situation eine „Katastrophe“: Die Bushaltestelle bei Seemann störe genauso wie die Bahnschranke, die zu langen Staus führe. Dietmar Rauter beklagte den Durchgangsverkehr aus Kiel und vermisste Ideen für den ÖPNV: „Wir müssen einen schnellen Übergang von der Bahn zum Bus schaffen. Jetzt sind die Wege zu lang.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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