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Nur schwach besuchter Infoabend

Bürgerentscheid Nur schwach besuchter Infoabend

Schwache Resonanz: Nur 60 Zuhörer lockte der Infoabend zum Bürgerentscheid über die Zukunft des Veranstaltungsplatzes an der L318 in Bordesholm. Ein Großteil der 300 aufgestellten Stühle blieb unbesetzt. 6500 Bordesholmer dürfen am Tag der Bundestagswahl über eine Bebauung entscheiden.

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Der ehemalige Justizminister Emil Schmalfuß begrüßt die 60 Zuhörer in der Sporthalle. Zieht man die Vertreter von Initiative und Parteien ab, dann redziert sich die Zahl der interessierten Bürger auf 40.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Im Dezember 2016 hatte eine große Mehrheit von SPD, CDU, FDP, UWB den Aufstellungsbeschluss für ein Neubaugebiet für die ehemalige Kieskuhle beschlossen. Die Grünen hatten dagegen votiert und ein Bürgerbegehren angekündigt. Erfolgreich sammelte eine Initiative bis Juli über 600 Unterschriften, sodass die Abstimmung nun am 24. September erfolgen kann. "Schon alleine, dass die Bürger entscheiden dürfen, ist ein Erfolg", so Ursula Schulz-Ehlbeck, Sprecherin der Grünen. 

300 Stühle - nur 60 Zuhörer

Beim Infoabend am Donnerstag, bei dem sich die wenigen Zuhörer in der mit 300 Stühlen ausgestattete Halle etwas verloren vorkommen konnten, wurde eines mehr als deutlich. Es geht bei diesem Bürgerentscheid um die grundsätzliche Entscheidung, ob Bordesholm stärker oder moderat wachsen soll - und ob ein Rückzugsgebiet zum Ausspannen erhalten bleibt. Es gibt gute Argumente für die jeweiligen Sichtweisen.

Initiative will Verdichtung im Ort

Gerd Stock hielt als Vertertungsberechtiger der Initiative zum Erhalt des Festplatzes ein Plädoyer für die Innenbereichsverdichtung. Dafür forderte er innovative Konzepte, beispielsweise nannte er die erfolgreiche Umstrukurierung im Kieler Stadtteil Gaarden. Aus seiner Sicht belegten zudem Studien, dass eine "überhastete Ausweisung neuer Bauflächen" auch zu einem Preisverfall der bestehenden Immobilien führen wird. Initiativen-Sprecherin Gabriele Steffen verwies zudem darauf, dass die ökologische Vielfalt in dem Areal gefährdet sei.

Wirtschaft fordert ein großes Neubaugebiet

Die Pläne für eine Bebauung verteidigte Ronald Büssow, stellvertretender Bürgermeister und SPD-Fraktionschef. Es gebe keine Alternative zum Veranstaltungsplatz, der auch der Kommune gehört. Aufgrund der wenigen Flächen sei Bauen in Bordesholm sehr teuer, junge Familien würden dem Ort den Rücken kehren. Er verwies auch darauf, dass die örtliche Wirtschaft zur Stärkung der gesamten Infrastruktur ein neues großes Baugebiet fordere.

Sehen Sie hier mehr Bilder vom Infoabend zum Bürgerentscheid in Bordesholm

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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