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Bürgerinitiative will Spielplatz erhalten

Kronshagen Bürgerinitiative will Spielplatz erhalten

Die Not der Gemeinde, vermehrt Flüchtlinge unterbringen zu müssen, belebt offenbar die politische Streitkultur in Kronshagen. Erneut hat sich eine Bürgerinitiative gegründet: nach dem Ortsteil Kopperpahl nun auch in der Bürgermeister-Drews-Straße. Sie machte sich am Dienstagabend im Kinderausschuss stark für den Erhalt des großen Spiel- und Bolzplatzes. Auf diesem will die Gemeinde Wohncontainer aufstellen und Sozialwohnungen errichten lassen. Für das Vorhaben hatte der Hauptausschuss am 5. Mai grünes Licht gegeben.

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Gegen die Bebauung des großen Spielplatzes in der Bürgermeister-Drews-Straße hat sich eine Bürgerinitiative formiert.

Quelle: TM

Kronshagen. „Wir können den Beschluss des Hauptausschusses hier nicht rückgängig machen“, bedauerte Andrea Linfoot (CDU), Vorsitzende des Kinderausschusses. Ihrem Gremium oblag es lediglich, sich mit den Folgen zu beschäftigen. Einstimmig hob es den früheren Beschluss auf, den Spiel- und Bolzplatz in der Bürgermeister-Drews-Straße 54/56 zusammen mit den Nutzern zu einem Naturspielraum umzugestalten. Stattdessen soll dieses Projekt auf dem viel kleineren Grüngelände Nummer 95 verwirklicht werden. Linfoot konnte den Anwohnern nur das Angebot unterbreiten, bei der Gestaltung mitzuhelfen, damit dieser Spielplatz ein „kleiner Feiner“ werde.

 So manchem Teilnehmer des Abends schien die politische Dramaturgie falsch herum inszeniert: Die Beschlüsse sind schon vollzogen, aber erst am Donnerstag, 28. Mai, lädt die Gemeinde zu einer Einwohnerversammlung zum Thema Betreuung und Unterbringung von Asylsuchungen ein. „Ich bin traurig, dass bereits beschlossen wurde, den Spielplatz zu bebauen“, sagte Nadin Grenz. Heiko Staack, Sprecher der Spielplatzinitiative, forderte die Kommunalpolitiker auf, Mut zu beweisen und die getroffene Entscheidung wieder rückgängig zu machen. „Wie will man den Menschen, die zu uns kommen, eine Willkommenskultur vermitteln, wenn man ihnen erst mal etwas wegnimmt?“, fragte er. Die Sorge, dass durch die Schaffung weiterer Unterkünfte vor allem Kinder betroffen sein könnten, geht auch an der Tegelkuhle um. Auf einem Teil des Bolzplatzes sollen Wohncontainer aufgestellt werden.

 Robert Schall (SPD), Bürgermeister-Kandidat, machte auf die Probleme in der am dichtesten bebauten Gemeinde aufmerksam: „Eine Entscheidung ohne Einfluss auf einen anderen Bereich zu treffen, ist nicht mehr möglich. Wir sind am Ende des Jahres an dem Punkt angelangt, wo sämtlicher Wohnraum für Flüchtlinge belegt ist.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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