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Neue Eiderbrücke eingeweiht

Mielkendorf Neue Eiderbrücke eingeweiht

Endlich: Freitagnachmittag wurde die neue Eiderbrücke zwischen Kiel und Mielkendorf offiziell eingeweiht. Drei Jahre nach der Sperrung am 27. Mai 2013 durchschnitten Mielkendorfs Bürgermeister Manfred Tank und Kiels Bürgermeister Peter Todeskino die Bänder, um den Weg über die Eider wieder freizugeben.

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Bürgermeister Manfred Tank (rechts) hatte als Bauherr den ersten Schnitt, für das Durchtrennen des zweiten Bandes war der Kieler Bürgermeister Peter Todeskino zuständig.

Quelle: Sorka Eixmann

Mielkendorf. Mit einem lauten Pfiff auf zwei Fingern sorgte Peter Todeskino bei mehr als 100 Gästen für Ruhe, damit Manfred Tank seine Laudatio halten konnte. Der Kieler Bürgermeister war mit dem Rad gekommen, der „Hausherr“ aus Mielkendorf zu Fuß. Es war ein langer und manchmal auch etwas steiniger Weg, den die Gemeinde Mielkendorf gehen musste, bis die neue Eiderbrücke wieder fest installiert über die Eider führte. Im Mai 2013 veranlasste Tank die Sperrung der Brücke, da sie nicht mehr verkehrssicher war.

 Zuerst hoffte man in Mielkendorf auf Zuschüsse aus öffentlichen Fördermitteln, aber: „Ende Juli 2015 haben wir erfahren, dass es für diese Art von Brücken keine Zuschüsse mehr gibt. Wir haben dennoch nicht aufgegeben“, erläuterte Tank. Gemeinsam mit dem Bauamt der Gemeinde Molfsee wurde nach Lösungen gesucht, in Kiel wurde man fündig: Mielkendorf war für den Neubau zuständig, Kiel beteiligte sich mit 40000 Euro an dem 92 000 Euro teuren Projekt.

 „Diese Brücke wird gebraucht, mir hat sie in den vergangenen Jahren sehr gefehlt“, betonte Kiels Bürgermeister Peter Todeskino, dessen Joggingrouten häufig über den Wanderweg und damit auch über die Brücke führen. „Wir können froh sein, dass wir sie wieder haben.“

 Geplant war es, bereits zu Ostern die Brücke wieder freizugeben, doch Probleme mit der Barrierefreiheit und einigen Beschwerden verzögerten die Fertigstellung (wir berichteten). „Die Kosten haben uns dazu gezwungen, die Brücke zwar barrierearm, aber eben nicht barrierefrei zu bauen“, erklärte Bürgermeister Manfred Tank. „Wenn wir die barrierefreie Variante gewählt hätten, wären wir bei Kosten von rund 240000 Euro, und dann hätten wir keine Brücke bauen können.“ Zustimmung für die Entscheidung gab es von Kieler Seite: „Ich fand es vertretbar“, so Todeskino. Lob gab es für Ingenieur Ralf Schönfeld aus Mönkeberg ebenso wie für die Baufirma Metallbäckerei aus Felde.

 Nach dem Zerschneiden der Bänder mit einer goldenen Schere marschierten die Besucher über die glasfaserverstärkten Kunststoffplanken, die pro Quadratmeter 400 Kilogramm tragen können. Auf der Mielkendorfer Seite gab es Sekt, auf der Kieler Seite rauchte ein Grill – drei Jahre nach Sperrung der alten Brücke herrscht wieder Leben auf der neuen Brücke.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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