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Flintbek hat Platz für Flüchtlinge

Info-Veranstaltung Flintbek hat Platz für Flüchtlinge

„145 Flüchtlinge sollen in diesem Jahr in Flintbek untergebracht werden. Wir sind in der glücklichen Lage, sie aufnehmen zu können“, betonte Bürgermeister Olaf Plambeck auf einem Informationsabend am Montag. „Rund zehn Tage vorher werden wir vom Kreis informiert, dann stehen die Asylsuchenden vor dem Rathaus.“

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Die Arbeiten an den Flüchtlingsunterkünften im Bereich Eiderkamp Flintbek laufen auf Hochtouren.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. „Wir wollen nicht nur informieren, wir wollen auch die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen“, hatte der Bürgermeister zu Beginn des Informationsabends betont. Rund 40 Besucher waren im Rathaus erschienen. Das Thema Flüchtlingsunterbringung ist nicht neu, in vielen Sitzungen wurde über die möglichen Unterkünfte diskutiert. Projekte wurden geplant und auch wieder verworfen, unter anderem die Idee, auf dem Behelfsparkplatz am Rathaus Container aufzustellen.

 Einige Wohnungen seien angemietet worden, desweiteren wurde das ehemalige Verlagshaus auf dem Gelände der Firma Klaushenke für die Flüchtlinge vorbereitet. Parallel dazu werden auf dem Grundstück, auf dem ursprünglich der Bauhof seine neue Heimat bekommen sollte, Holzhäuser errichtet – „zehn Stück“, erläuterte Andreas Wieck, Leiter des Amtes für Bürgerdienste. Auch über einen weiteren Platz, der für Unterkünfte geeignet wäre, klärte der Bürgermeister auf. „Die Fläche an der Tankstelle ist ebenfalls von uns gemietet worden.“

 Der Grund: „Der Kreis hat das Baurecht gelockert. Allerdings gilt das nur für fünf Jahre und auch nur für die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften“, betonte er. Genau da hakten auch die Besucher nach. „Sind die Flächen an der Orga keine Alternative?“, wollte eine Bürgerin wissen. „Wir wollen erst unsere eigenen Flächen nutzen“, so der Bürgermeister. Eine weitere Flintbekerin gestand, dass sie „Angst“ vor den Fremden hätte. Ute Bergner von der Flüchtlingshilfe riet, zu den Treffen zu gehen: „Was man kennt, das fürchtet man nicht.“ Auch Klaus Howe befürchtete, dass es zu Konflikten kommen könnte. „Polizeistationsleiter Kay Voss hat bestätigt, dass sich die Kriminalstatistik nicht geändert hat. Einzelfälle mag es geben, aber Idioten gibt es auch unter uns“, so der Bürgermeister.

 Howe verwies auf Gefahren, wenn Kinder im Gewerbegebiets spielen würden. Dazu Wieck: „Dort sollen einzelne Männer untergebracht werden.“ Im Übrigen sei man von der Idee eines Reinigungsdienstes ab. „Die jungen Menschen brauchen zwar noch Unterstützung, machen das aber selbst“, so Plambeck. Bei Fragen sei Ute Bergner von der Flüchtlingshilfe genauso wie die Mitarbeiter im Rathaus jederzeit für die Bürger da, fügte er noch hinzu.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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