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Bürgermeisterin zieht sich zurück

Eklat in Felde Bürgermeisterin zieht sich zurück

Bürgermeisterin Bianca Dommes (Die Freien) hat am Sonnabend erklärt, dass Sie für das Amt der Bürgermeisterin in Felde nicht mehr zur Verfügung steht. „Am Montag werde ich meinen Rücktritt schriftlich erklären“, sagte sie auf Nachfrage. Als Gemeindevertreterin wolle sie sich aber auch künftig weiter engagieren.

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Bianca Dommes, Bürgermeisterin in der Gemeinde Felde, will am Montag ihren Rücktritt erklären.

Quelle: Torsten Müller

Felde. Es sei ihr ein Anliegen gewesen, die Arbeit in den politischen Gremien offener, sachorientierter und harmonischer zu gestalten. Zu einer wesentlichen Verbesserung habe das in den vergangenen zwei Jahren nicht geführt. „Eine effiziente Arbeit war unter diesen Umständen nicht möglich.“ Ihre Kandidatur sei nach der Wahl erforderlich gewesen, weil unter den gegebenen Voraussetzungen – die Freien erhielten auf Anhieb vier Mandate und waren stärkste Fraktion – niemand bereit gewesen sei, Verantwortung zu übernehmen und für den Wechsel auch an dieser exponierten Stelle mit persönlichem Einsatz von Zeit und Kraft einzutreten.

Dommes verwies darauf, dass trotz schwieriger Rahmenbedingungen einiges erreicht worden sei. Man habe den Bauhof zukunftsfähig umgestaltet, VHS und OGS neu organisiert, die Eiderbrücke kostengünstiger und landschaftsbezogen umgesetzt, den Ausbau von schnellen Internet Anschlüssen begonnen und die Begegnungskultur belebt. Auch die Bereitschaft, sich ehrenamtlich im Dorf zu engagieren, sei bei den Bürgern gewachsen.

„Es ist die richtige Entscheidung“, sagte Freien-Fraktionssprecher Dieter Mühlhoff. Seit Wochen habe man es sich gemeinsam mit Dommes überlegt. „Aus unseren Reihen wird es keinen neuen Bürgermeisterkandidaten geben, wir sind alle beruflich zu sehr eingespannt.“

Die meisten Fraktionen zeigten sich vom Zeitpunkt des Rücktritts überrascht. „Irritierend ist, dass die Beweggründe nicht wirklich nachvollziehbar sind“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Bindernagel. Er sei Dommes aber für ihre Arbeit dankbar. Bernd-Uwe Kracht (Wählergemeinschaft) sprach von offensichtlicher Überforderung. „Es ist ehrenwert, dass die Bürgermeisterin jetzt die Konsequenzen zieht.“ Auch Amtsdirektor Hans-Werner Grewin verwendete den Begriff Überforderung. „Ich hätte mir den Rücktritt früher gewünscht.“ Beiden widerspricht Dommes auf Nachfrage: Überfordert sei sie keinesfalls. „Die Äußerung des Amtsdirektors sehe ich als Retourkutsche für meine Kritik an seiner Amtsführung.“

Den stellvertretenden Bürgermeister Ulrich Hauschildt (BFF) hatte die Bürgermeisterin bereits am Freitag nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub informiert. Fünf Monate dürfe er jetzt die Amtsgeschäfte maximal fortführen, dann müsse ein neuer Bürgermeister gefunden sein, erklärte Grewin die gesetzliche Regelung.

„Für die Kandidatensuche muss jetzt mit allen Fraktionen geredet werden“, sagte Hausschild, und auch aus den anderen Fraktionen kam das Signal, dass man eine Neuwahl nicht übers Knie brechen, sondern in Ruhe schauen sollte, wie es weitergeht.

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Felde
Foto: Dieser alte Unimog wurde bereits durch einen neuen ersetzt. Ein Bauhofmitarbeiter kaufte das ausgediente Fahrzeug für 3000 Euro.

Wer genauer hinschaut, muss gegebenenfalls auch handeln. Nach dieser Devise ist die Gemeinde Felde seit vergangenem Jahr damit beschäftigt, den Fuhrpark des Bauhofes auf Vordermann zu bringen. Nach Unimog und Pritschenwagen steht nun die Anschaffung eines neuen Kommunalschleppers für etwa 50000 Euro auf dem Plan.

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