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Ende November ans Netz

Bürgerwindpark Schülp Ende November ans Netz

Der Bürgerwindpark in Schülp nimmt Formen an, zwei der vier Windräder stehen bereits. Ende November soll die Anlage ans Netz gehen. 14 Millionen Euro werden dort investiert

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Zwei der insgesamt vier Windräder stehen schon. Ende November soll die erste Anlage ans Netz gehen.

Quelle: Sven Janssen

Schülp/Nortorf. Für Sonntag hatte der Kulturverein Schülp gemeinsam mit den Betreibern zur Besichtigung der Baustelle eingeladen. „Dieser Bereich wird überwacht. Betreten verboten“, schallt es blechern aus den Lautsprechern, als die rund 50 Interessierten auf dem Baustellengelände ankommen. Bewegungsmelder und ein Sicherheitsdienst schützen das Gelände. „Die Baustelle ist Sicherheitsbereich, da darf nicht einfach jeder hin“, erklärte Bauleiter Holger Gronau von der Firma Denker und Wulff am Fuße des Fundamentes eines neuen Windrades. „Hier wird morgen der Kran aufgestellt und dann die dritte Anlage montiert.“ Steht der Turm, müsse das 51 Tonnen schwere Maschinenhaus, das noch einmal einen 48 Tonnen schweren Antriebsstrang beherbergt, gut 100 Meter nach oben gehievt werden. Der Rotor mit drei Flügeln, von denen jeder gut neun Tonnen schwer sei, werde im Anschluss montiert.

 Während auf der Baustelle die Türme in die Höhe wachsen, sind in Nortorf viele Straßen aufgerissen. „Wir bauen gleichzeitig die Stromtrasse zum Umspannwerk der Schleswig-Holstein Netz AG“, erklärte Gronau. Dafür müssten einige Kilometer Kabel verlegt werden, die die 2,5 Megawatt, die jede Anlage produziert, transportieren sollen. „Bis zum Ende der nächsten Woche sollen alle Baustellen in Nortorf wieder geschlossen sein.“

 Im Februar war mit den Erdarbeiten für den Windpark begonnen worden. Die Planung reicht noch deutlich länger zurück. „2010 sprachen uns Großinvestoren auf das Thema Windpark an, wir haben uns dann gemeinsam mit den Bürgern entschlossen, das Projekt selbst in die Hand zu nehmen“, sagte Bürgermeister Volker Ratjen (KWG). 2012 gründete sich die Bürgerwindpark Schülp bei Nortorf GmbH. 64 Kommanditisten stemmen das 14-Millionen-Euro-Projekt. „Rund 50 Prozent kommen aus Schülp, der Rest aus Schleswig-Holstein hauptsächlich von der Westküste“, sagte Geschäftsführerin Tatjana Zabel. Gemeinsam haben sie rund 23 Prozent Eigenkapital aufgebracht, der Rest werde durch die Banken finanziert.

 Der B-Plan sieht fünf Anlagen vor, die können aber nicht gebaut werden, da das nötige Land nicht zur Verfügung steht. Also werden nur vier Anlagen errichtet. Ende November soll der erste Strom fließen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt auch der Hofkamper Weg für jeglichen Verkehr und Fußgänger komplett gesperrt.

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