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Mädchen machten Selfies auf Bahngleis

Bordesholm Mädchen machten Selfies auf Bahngleis

In Lebensgefahr begaben sich zwei 13-jährige Mädchen am Montag um 14.45 Uhr auf der Bahnstrecke Neumünster-Kiel bei Bordesholm: Sie hatten „Selfies“ mit dem Handy auf den Gleisen gemacht.

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Bundespolizisten holten zwei Mädchen von einem Bahngleis.

Quelle: Imke Schröder (Symbolfoto)

Bordesholm. Nach Angaben der Polizei hatte ein Lokführer die Mädchen an der Strecke gesehen und Alarm geschlagen – für alle weiteren Züge wurde eine Geschwindigkeitsreduzierung angeordnet. Vier Züge verspäteten sich dadurch.

Eine Streife der Bundespolizei fand zunächst nur zwei abgestellte Fahrräder, traf aber einige hundert Meter weiter die Mädchen auf den Schienen sitzend an. Die Beamten holten die Teenager aus dem Gefahrenbereich und fuhren sie nach Hause. Der Präventionsbeauftragte der Flensburger Bundespolizei nahm am Dienstag gleich Kontakt zur Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule auf, die die Mädchen besuchen, und hatte in Anwesenheit des Schuldirektors ein Aufklärungsgespräch mit beiden.

Die einsichtigen Mädchen wollen ein Schulprojekt starten, um mögliche Nachahmer davon abzuhalten. Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor dem Betreten der Bahnanlagen. „Die Züge hört man heutzutage nicht mehr und sie haben einen langen Bremsweg. Außerdem vergisst man bei der Nutzung des Smartphones seine Umgebung“, so Pressesprecher Hanspeter Schwartz. „Wir nehmen solche Vorfälle, die landesweit leider mehrmals in der Woche registriert werden, sehr ernst“, so Schwartz weiter. Strafrechtlich werde jeder gefährliche Eingriff in den Schienenverkehr geprüft. Außerdem könnte es sein, dass die Bahn Regressforderungen stellt. 

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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