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Bundeswehr-Lager wurde versteigert

Rendsburg Bundeswehr-Lager wurde versteigert

Ein denkmalgeschütztes Bundeswehr-Lager in Rendsburg mit fast 20000 Quadratmeter Fläche hat bei einer Versteigerung einen neuen Besitzer gefunden. Insgesamt 36 Immobilien kamen unter den Hammer.

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Das Bundeswehr-Lager in Rendsburg wurde in Rostock versteigert. Die drei baugleichen Gebäude stammen aus den Jahren 1935 bis 1938.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf (Archiv)

Rostock/Rendsburg. In Rostock fiel am Sonntag eine Entscheidung für Rendsburg. Bei einer Immobilienauktion kam ein ehemaliges Rendsburger Bundeswehrgelände in der Alten Kieler Landstraße unter den Hammer. Den Zuschlag erhielt nach Informationen von KN-online die Bernhard Schnoor GmbH aus Rendsburg für 250000 Euro. Die Zukunftspläne will die neue Eigentümerin in Abstimmung mit der Denkmalpflege und dem städtischen Bauamt entwickeln.

Es ist ein riesiges ungenutztes Gelände unweit des Stadtzentrums. Auf dem etwa zwei Hektar großen Grundstück stehen drei markante, sechsgeschossige Gebäude aus der Vorkriegszeit. Einschließlich der Kellerräume bieten sie eine Nutzfläche von knapp 16000 Quadratmetern. Zuletzt war in der Alten Kieler Landstraße 91, 95 und 99 das Wehrbereichsbekleidungsamt Nord untergebracht. Seit 2012 versuchte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) das Konversionsobjekt an einen neuen Eigentümer zu verkaufen – vergebens. Der einzige Interessent sprang wieder ab. Die Behörde überließ den Verkauf der Immobilie nun einem Rostocker Auktionshaus – Mindestgebot: 109000 Euro.

„Ja, wir haben gekauft“, bestätigte Ingolf Bädtker, Geschäftsführer der Rendsburger Firma, am Sonntagabend auf Nachfrage. Sie setzte sich gegen drei weitere Bieter durch. Das Gelände an der Bahnstrecke, so Bädtker, sei zentral gelegen, biete eine gute Verkehrsanbindung sowie fußläufige Einkaufsmöglichkeiten. „Wir haben mehrere Ideen“, erläuterte der Geschäftsführer, der sich dort eine Mischform aus Wohnen und Gewerbe vorstellt. Doch was in ziviler Zukunft möglich sein könnte, liegt nun vor allem in der Hand des Landesamtes für Denkmalpflege. Behördenmitarbeiter sollen das bemerkenswerte Gebäude-Trio bereits am vergangenen Freitag in Augenschein genommen haben.

Die zwischen 1935 und 1938 errichteten Häuser dienten ursprünglich als Lagerplatz für Getreide und Lebensmittel. In den 50er Jahren zog das Wehrbereichsbekleidungsamt Nord in die bis zu 60 Meter langen Gebäude ein. Die Massivdecken bestehen aus Stahlbeton. „Der Abriss ist für uns keine Option. Das wäre zu teuer“, machte Bädtker klar. Doch vor einer neuen Nutzung muss die Firma nun erst mal in ein eigenes Ver- und Entsorgungsnetz investieren. Noch ist das Gelände unter der Erde mit der benachbarten Bundeswehr-Liegenschaft verbunden.

36 Immobilien wurden versteigert

Bei der Versteigerung sind 36 Immobilien aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen erfolgreich unter den Hammer gekommen. Der Gesamterlös der Sommerveranstaltung der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG betrug knapp 1,5 Millionen Euro, wie die Veranstalter am Sonntag mitteilten. Im Katalog standen insgesamt 48 Angebote im Wert von mehr als zwei Millionen Euro. Für zwölf Objekte fanden sich keine Käufer.

Den höchsten Preis erzielte mit 480000 Euro ein Mehrfamilienhaus in Rostock. Ein neues Stadthaus in der Hansestadt im Wert von 430000 Euro fand dagegen keinen Käufer. Eine ehemalige Schule mit Turnhalle in Ziegendorf bei Parchim brachte auf der Auktion 15500 Euro ein. Auch eine ehemalige Hausmülldeponie bei Gelbensande unweit von Rostock hat für 19500 Euro nun einen neuen Besitzer.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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