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Wer steuert künftig den Bus?

Stadtverkehr Rendsburg Wer steuert künftig den Bus?

Welcher Busbetrieb übernimmt ab 2017 den Stadtverkehr in Rendsburg? Die Entscheidung soll Ende Mai fallen. Der aktuelle Betreiber T. H. Sievers leitete nun ein „Massenentlassungsverfahren“ ein, bei dem allen 65 Beschäftigten zum Ende des Jahres gekündigt wird, sollte die Firma den Zuschlag nicht bekommen.

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Bekommt das Busunternehmen T. H. Sievers nach der europaweiten Ausschreibung nicht erneut den Zuschlag für den Rendsburger Stadtverkehr, will die Firma allen 65 Mitarbeitern kündigen.

Quelle: Merle Schaack

Rendsburg. Am Montag informierten die Geschäftsführer Andreas und Hans Peter Horn den Betriebsrat über diesen Schritt. Man sehe sich aufgrund der Ausschreibung und der damit möglichen Betriebseinstellung gezwungen, „die Arbeitnehmer im Rahmen eines Massenentlassungsverfahrens im Laufe des Jahres 2016 zu kündigen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem bemängelten sie, dass der Kreis die Anzahl der im Falle eines Betreiberwechsels zu übernehmenden Arbeitnehmer letztlich auf 35 festgesetzt habe. T. H. Sievers beschäftigt 42 Fahrer sowie 23 Angestellte für Reinigung, Werkstatt und Verwaltung. Damit werde „ausschließlich der Personalübergang eines Teils der Busfahrer angeordnet“. Außerdem sei der Neubetreiber nicht verpflichtet, das Personal in Rendsburg einzusetzen. „Wir haben an der Ausschreibung keine inhaltlichen Veränderungen vorgenommen“, sagt Martin Kruse, Fachbereichsleiter für Regionalentwicklung. Es habe im Laufe des Verfahrens eine Rüge gegeben, dass eine Personalzuordnung vorgenommen werden müsse. „Nach unseren Erkenntnissen liegt die Zahl der für den Stadtverkehr benötigten Mitarbeiter bei 35“, so Kruse. „Da frage ich mich, wer die Tickets verkaufen und die Fahrzeuge reparieren soll“, entgegnet Andreas Horn.

 Seit 1934 liegt der Stadtverkehr in den Händen von T. H. Sievers, das mit 19 Linien bis in die Vororte Nübbel, Rickert, Schülp und Schacht-Audorf fährt. Rendsburg sei für das Familienunternehmen in vierter Generation die einzige Option. „Wir fahren keinen Expansionskurs“, so Horn.

 Bevor der Regionalentwicklungsausschuss vor zwei Jahren die europaweite Ausschreibung beschloss, hatte Peter Horn sich, wie berichtet, für eine Direktvergabe an sein Unternehmen stark gemacht.

 Neben T. H. Sievers hatte auch die Autokraft zu Beginn des Ausschreibungsverfahrens öffentlich ihr Interesse bekundet. Wie viele Bewerbungen nun, gut einen Monat vor Bekanntgabe der Entscheidung, vorliegen, wollte Martin Kruse am Dienstag nicht sagen. Auch ob sich Firmen aus dem Ausland beworben haben, ließ er offen. Er betonte aber: „Die Ausschreibung geschieht aufgrund gesetzlicher Vorgaben, nicht aus inhaltlichen. Es geht hier nicht darum, frischen Wind in den Stadtverkehr zu bringen.“

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