21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
„Gettorf-Check“ der Cima

Gettorf „Gettorf-Check“ der Cima

Um das Stadtmarketing für Gettorf ging es am Dienstagabend im Bauausschuss. Nach einem Bericht der Beratungsgesellschaft Cima verdeutlichte Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) die Erwartungen: „Das Ergebnis muss vorzeigbar sein.“ Zudem plant die Gemeinde zwei neue Baugebiete.

Voriger Artikel
Hilfe für die Helfer
Nächster Artikel
Bilanz des Förderkreises

Das meterhohe Hinweisschild vor ihrer Haustür ist Anwohnern der Gartenstraße in Gettorf ein Dorn im Auge.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Gettorf unternahm bereits Anläufe, Ortskern und Image aufzupolieren. „Wir hatten hier schon Gutachten“, betonte Baasch. Jetzt habe die Gemeinde erneut Geld in die Hand genommen, damit Fachleute ein Konzept erstellen. Er wolle vermeiden, dass Gettorf in zwei Jahren mit leeren Händen dastehe. Das Engagement der bundesweit tätigen Beratungsgesellschaft Cima mit Büro in Lübeck läuft bis Ende 2016, zur Finanzierung steht ein kommunaler Topf zur Wirtschaftsförderung bereit. „Davon hängt viel ab für den Ortskern“, unterstrich Ausschussvorsitzender Marco Koch (CDU). Die Politik könne nur die Weichen stellen, die Initiative müsse vom Gewerbe ausgehen.

„Bisher waren die Reaktionen auf der Straße positiv“, berichtete Cima-Mitarbeiterin Lisa Scheer, Ansprechpartnerin des Stadtmarketings vor Ort. Sie habe bereits einen „Gettorf-Check“ gemacht, Gewerbegebiete und Ortskern unter die Lupe genommen. Die Geografin achtete auf Branchenmix, Leerstände und Stärken des Zentrums. Zudem habe sie mit Gewerbetreibenden gesprochen. Auch Bürgerbeteiligung spiele eine Rolle: Beim Rapsblütenfest am 31. Mai baue die Cima einen Stand auf. „Noch 2015 soll ein Leitprojekt umgesetzt werden“, kündigte Lisa Scheer an. Was genau? Dazu machte die Projektmanagerin keine Aussage. „Das klingt zwar gut“, lobte Dirk Jöhnk (Grüne), allerdings waren ihm die Ausführungen zu „abstrakt“. Projektkoordinatorin Regina Schroeder bat um Geduld: „Wir kratzen momentan alle Themen an.“

Die Gemeinde gibt unterdessen Gas. Laut Ortsplanerin Kerstin Langmaack sollen die Arbeiten im Bereich „Ringweg“ (Bebauungsplan 75) 2016 beginnen. Wo sich jetzt das Sportgelände befindet, ist Wohnbebauung vorgesehen. Wie berichtet, entsteht dafür am Schulzentrum ein Sportforum. Die Planerin erläuterte, dass etwa 44 Grundstücke ins Baugebiet passten. Der Entwurf sieht Einfamilien- und Doppelhäuser sowie zwei Mehrfamilienhäuser vor. Hinzu könnten nach Abriss des Vereinsheimes zwei weitere Grundstücke kommen. Wegen des angrenzenden Bahndamms solle ein Lärmschutz errichtet werden.

„Sieht alles nett aus“, sagte Meike Roggenkamp (Grüne). Ihr schwebten jedoch mehr Mehrfamilienhäuser und Raum für Senioren-WGs vor – dafür weniger Einfamilienhäuser. „Sonst brauchen wir weitere Kita-Plätze“, spielte sie auf schon jetzt notwendige Investitionen in die Infrastruktur an. Der B-Plan beinhaltet auch eine Erweiterung der Kita Am Sportplatz.

Kurt Arndt (SPD) räumte Engpässe ein, trotzdem teilte er ihre Bedenken nicht. Dirk Jöhnk regte an, Reihenhäuser einzuplanen. Der Ausschuss fasste einen Aufstellungsbeschluss. Auch der B-Plan 76, wo die Rollschuhlaufbahn liegt, war ein Thema. Dort ist ebenfalls Wohnbebauung vorgesehen. Anwohner der Gartenstraße beklagten sich über das meterhohe Hinweisschild vor ihrer Haustür („Ich habe Feriengäste“), mit dem die Gemeinde für Grundstücke wirbt. Baasch: „Wir brauchen Werbung, das Schild steht auf dem Gelände der Gemeinde.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige