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Morsetasten sind heute digital

Eckernförde Morsetasten sind heute digital

In Zeiten von Smartphones, WLAN und anderen technischen Neuerungen werden sie mitunter lächelnd dem Kreis der Exoten zugeordnet. Doch Funkamateure sind längst nicht mehr die Zeitgenossen, die ausschließlich im stillen Kämmerlein hocken und auf Signale von fernen Kontinenten warten.

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Es muss nicht immer teure Technik sein: Auch mit selbstgebauten Geräten können Funksignale gesendet und empfangen werden.

Quelle: Beate König (Archiv)

Eckernförde. Am Freitag, 1. Mai, liefern sie hierfür beim Schleswig-Holstein-Treffen des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) in Eckernförde den Beweis.

In der Stadthalle treffen sich an diesem Tag Funkbegeisterte aus dem gesamten norddeutschen Raum und aus dem benachbarten Dänemark, um sich über ihr Hobby auszutauschen. Das, so sagt Rolf F. Heide, der Distriktsvorsitzende aus Kappeln, habe sich im Laufe der Jahre in vielen verschiedenen Ausprägungen und Richtungen weiterentwickelt. Ursprünglich hätten die Funkamateure ausschließlich mittels Morsetaste untereinander kommuniziert. Nach Sprechfunk und Funkfernschreiben wurden im Zuge der technischen Weiterentwicklung immer wieder neue Betätigungsfelder entdeckt beziehungsweise selbst entwickelt. Dazu zählen unter anderem das Amateurfunk-Fernsehen, der Funkbetrieb über Satelliten und digitale Betriebsarten wie Packed-Radio, Ham-Net und D-Star.

Neben dem Praktizieren von Funkbetrieb in den verschiedenen Betriebsarten habe der Bau der dazu erforderlichen Geräte und Antennen einen sehr hohen Stellenwert in den Reihen der Funkamateure, sagt Heide. Sei der Selbstbau früher unabdingbar gewesen, da es die entsprechende Ausrüstung nicht zu kaufen gab, stehe heute das Lösen komplexer technischer Probleme sehr viel stärker im Fokus der Amateure.

Nach Heides Angaben gibt es im Distrikt Schleswig-Holstein zurzeit etwa 2000 lizensierte Funkamateure. Gut die Hälfte davon sei in den 33 Ortsverbänden des DARC organisiert, unter anderem auch im Ortsverband Eckernförde, der wieder die Organisation des Schleswig-Holstein-Treffens übernommen hat. Auf die Teilnehmer wartet ein umfangreiches Programm mit Vorträgen und Vorführungen. Daneben gibt es einen besonderen Elektronik-Bastelstand für Kinder und Jugendliche sowie einen Flohmarkt für Funk und Elektronik.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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