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Wohnungssuche für Flüchtlinge

Amt Achterwehr Wohnungssuche für Flüchtlinge

Im Amt Achterwehr fehlt Wohnraum für die Flüchtlinge. Bis zum Ende des Jahres müsste das Amt laut Zuweisung des Kreises noch 151 Menschen unterbringen. Bürgermeister der Amtsgemeinden besichtigten jetzt mögliche Unterkünfte. Darunter auch das Herrenhaus Klein Nordsee und die Gaststätte Felder Seegarten.

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Auch der Felder Seegarten ist eine Option, nach einem Kauf könnten hier bis zu 50 Flüchtlinge unterkommen.

Quelle: Sven Janssen

Achterwehr. „Platz haben wir für 43 Personen, realistisch können wir zusätzlich vielleicht durch Anmietung noch zehn bis 20 Personen unterbringen“, sagte Amtsdirektor Hans-Werner Grewin. 2016 müssten rund 300 Menschen untergebracht werden. Optimistisch gerechnet, wie Grewin betonte.

 Am Dienstag fuhren die Bürgermeister durch das Amtsgebiet, um mögliche Standorte für Flüchtlingsunterkünfte in Augenschein zu nehmen. Fast alle konzentrieren sich auf den Bereich Felde. Erster Halt am Herrenhaus Klein Nordsee, das, so Grewin, „innen einen deutlich besseren Eindruck macht als von außen“. Für rund 900000 Euro soll es verkauft werden, das Amt sei aber mehr daran interessiert, langfristig zu mieten. Im Haupthaus und den Nebengebäuden müssten die großen Räume mit Stellwänden angepasst und, auch Küchen müssten installiert werden. Eine Investition von rund 100000 Euro, schätzte Grewin, dann böte die Anlage Platz für bis zu 145 Personen.

 Rund zwei Millionen Euro müssten investiert werden, um zwei neue Häuser auf der noch freien Wiese in Jägerlust zwischen den bestehenden Flüchtlingswohnungen und dem Waldkindergarten zu bauen. Die Finanzierung des Bauvorhabens könnte durch ein KFW-Darlehen (Kreditanstalt für den Wiederaufbau) erfolgen. Bis Herbst 2016 könnte in Schlichtbauten Platz für rund 100 Menschen geschaffen werden.

 Auch auf den Felder Seegarten, der derzeit für rund 580000 Euro angeboten werde, habe das Amt ein Auge. Auch hier müsste eine neue Raumaufteilung des Saals geschaffen werden, dann hätten nach Berechnung des Amtes bis zu 40 Personen Platz.

 Raum für rund 100 Menschen könnte auf dem B-Platz der Sportanlage Felde geschaffen werden. „Das ist eine eher längerfristige Überlegung, da man in diesem Bereich aufwendiger bauen würde, um die Wohnungen später anderweitig nutzen zu können“, so Grewin. Dort seien die Kosten erheblich höher als in Jägerslust. Ein Haus im Sturenberg in Strohbrück, Ortsteil von Quarnbek, das bereits als Unterkunft genutzt wird, wurde ebenfalls besichtigt. „Ein Ausbau nach vorne raus, der eine Option wäre, macht dort nur wenig Sinn“, sagte Grewin.

 Bis der Kreis die Zuweisungszahlen vor kurzem verdoppelt hatte, war man im Amt davon ausgegangen, dass man eine der Optionen wählen müsste. Fordere der Kreis die Aufnahme aller zugewiesenen Flüchtlinge ein, dann müsse man auch im Amt Achterwehr auf Bestandsräume zugreifen. Bürgerhäuser, Gemeindehäuser, Gemeinschaftsräume der Feuerwehr und Sporthallen müssten dann genutzt werden.

 „Das ist keine Lösung die wir wollen“, so Grewin. Je schneller die Gemeinden Alternativen schaffen, desto unwahrscheinlicher werde sie. Schönfärberei helfe nicht weiter, die Probleme seien angesichts der Flüchtlingszahlen absehbar und müssten jetzt gelöst werden.

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