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Teure Brandschutzmängel

Teure Brandschutzmängel

Es ist derzeit das spannendste, aber auch schwierigste Thema im Amt Achterwehr. Wie soll die Zukunft der Amtsverwaltung aussehen? Die 42 Jahre alte Zentrale in Achterwehr genügt den gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz nicht; zudem gibt es trotz zunehmender Aufgaben keine Raumreserve mehr. Soll das Gebäude ertüchtigt oder neu gebaut werden?

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Das Amtsgebäude in Achterwehr weist bauliche Mängel auf. Können diese finanziell vertretbar beseitigt werden oder ist ein Neubau erforderlich?

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Um diese Frage beantworten zu können, beauftragte der Amtsausschuss am Dienstagabend einstimmig bei vier Enthaltungen ein Architektenbüro mit einer Variantenprüfung, die 10000 Euro kostet. Das Ergebnis der Expertise soll den Gremien nach der Sommerpause vorliegen – gestritten wird schon jetzt.

 Die Zeit drängt. Die Beseitigung der Brandschutzmängel kann das Amt wegen des Gefahrenpotenzials nicht auf die lange Bank schieben. Wie berichtet; fehlen Rettungswege und Brandschutzmauern, Treppenaufgänge und Flure sind nicht abgeschottet. „Es gibt auch keine Brandabschnitte, obwohl das Gebäude mehr als 40 Meter lang ist“, resümierte Architekt Thomas Rader. Für ihn ist es unerklärlich, wie der letzte Bauabschnitt von 2003 überhaupt genehmigt werden konnte: „Der zweite Rettungsweg war schon damals erforderlich.“

 Nach Angaben seines Kollegen Torsten Modrow würde der notwendige Umbau mit etwa 320000 Euro zu Buche schlagen. Hinzu kämen Kosten von 213000 Euro für die archivgerechte Gestaltung der Kellerräume. Bauamtsleiter Christian Jöhnk erläuterte dem Ausschuss, warum das bereits viermal erweiterte Gebäude aus Sicht der Verwaltung nicht mehr zukunftsfähig sei.

 Bartelt Brouer (SPD) vermochte die Not nicht nachzuvollziehen. Im Vergleich zur Unterbringung von Landesbehörden sei die Situation in Achterwehr „nicht so dramatisch“. Bernd-Uwe Kracht (WF) meinte: „Wir können auch Eigenbedarf bei der Polizeistation anmelden, wenn die Verwaltung Raumbedarf hat.“ Klaus Langer (Grüne) gab zu bedenken:„Wir haben immer nur angestückelt, ohne an die Zukunft zu denken.“ Wenn nur dem Brandschutz Genüge getan werde, „sind wir mit dem Raumproblem noch keinen Schritt weiter“.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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