21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Das Areal im Lüttparten steht bereit

Flüchtlinge Das Areal im Lüttparten steht bereit

270000 Euro investiert das Amt Bordesholm in den Umbau des ehemaligen Tiefbauunternehmens im Lüttparten zu einer Übergangsunterkunft für Flüchtlinge. Der Amtsausschuss nickte das Vorhaben am Donnerstagabend ab.

Voriger Artikel
Auf geht es ins Talented-Finale
Nächster Artikel
Hüftschwung und Rhythmen in Kronshagen

In dem ehemaligen Tiefbaubetrieb mit Wohnhaus schafft das Amt Bordesholm Unterkünfte für bis zu 40 Flüchtlinge. Amtsdirektor Heinrich Lembrecht (links) und Daniel Ladehoff, Mitarbeiter aus dem Sozialbüro, besprachen die Umbaupläne.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Im Dezember hatte das Amt die Immobilie samt 4700 Quadratmeter großem Grundstück für knapp unter 400000 Euro gekauft. Die beiden Wohnungen in dem zweigeschossigen Wohnhaus stehen ab Januar zur Verfügung. Die ehemalige Werkstatthalle für Bagger wird einem Neubau weichen. Auf neue sanitäre Anlagen verzichtet man, zwei Container mit Toiletten und Duschen werden aufgestellt. Zwischen dem Neubau und dem Wohnhaus wird ein 70 Quadratmeter großer Kommunikationsbereich mit Küchenzeile geschaffen. Insgesamt können in dem Areal bis zu 40 Flüchtlinge untergebracht werden. „Wir brauchen deshalb auch keine Notunterkünfte in Turnhallen oder anderen öffentlichen Einrichtung einzurichten“, sagte Amtsvorsteher Torsten Teegen. Der Umbau soll sechs bis acht Wochen dauern.

 „Das Ganze schafft Luft für uns“, betonte Daniel Ladehoff, der im Sozialbüro die Unterbringung mit Reiner Borchert koordiniert und am Freitag zusammen mit Amtsdirektor Heinrich Lembrecht das Areal im Lüttparten unter die Lupe nahm. Noch gebe es vereinzelt Wohnungen auf dem Markt, und man bekomme auch immer wieder von Privatleuten Angebote, betonte Ladehoff. Aber ein Ende sei irgendwann absehbar. Aktuell hat das Amt in diesem Jahr 177 Flüchtlinge in 45 Wohnungen, 13 Häusern und vier Zimmern untergebracht. Damit hat man die vom Kreis Rendsburg-Eckernförde vorgegebene Quote von 184 fast erfüllt. 94 der 177 Menschen kommen aus Syrien. 27 aus Afghanistan.

 Der Amtsdirektor betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Schaffungen von neuem Wohnraum eine vordergründige Aufgabe in der Region sei. „Nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für die vielen anderen Menschen, die eine bezahlbare Wohnung suchten.“ Er räumte ein, dass auch das Amt durch die vielen Anmietungen den „Markt verdorben habe“. Aber es passiere viel. Die Gemeinden Reesdorf und Negenharrie sowie viele private Investoren würden bauen. Zudem sei auch die Rathaus-Aufstockung über der Polizeistation weiter ein Thema, was im Frühjahr durchgeplant werde. „Allerdings ist jetzt nur noch eine ein- statt der zweigeschossigen Erweiterung im Gespräch.“ Die neuen Räume seien aber nicht nur wegen der Flüchtlinge notwendig. Im Sozialbüro stoßen die Mitarbeiter durch die Aufstockung um zwei Planstellen räumlich an Grenzen“, so Lembrecht.

 Neue Zahlen für 2016 stehen noch nicht fest. Der Amtsdirektor rechnet aber mit einer Aufnahmequote von 160 bis 180 Flüchtlingen. Ein Ende ist aus seiner Sicht wegen der vollen Notaufnahmelager noch lange nicht in Sicht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3