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Das Büchermädchen geht

Flintbek Das Büchermädchen geht

Die Torte, die Lisa Meyer zu ihrem Abschied gebacken hat, hat die Form eines Buchs. Damit spricht die süße Nascherei für die Kollegen in der Gemeindebücherei ohne Worte Bände: „Es hat mir immer Spaß gemacht“, sagt die 18-Jährige, die hier ehrenamtlich arbeitet.

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Lisa Meyer hat drei Jahre als Büchermädchen gearbeitet, nun übenimmt Bruder Hannes ihren Job.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Seit drei Jahren engagiert sich die junge Flintbekerin in der Gemeindebücherei. Ein Mal pro Woche ist sie vier Stunden vor Ort. „Einräumen, sortieren, die Ausleihe betreuen – alles hat Lisa immer super gemacht“, erklärt Büchereileiterin Andrea Frahm. Sie lässt das engagierte Mädchen nur ungern gehen, aber: „Lisa hat nun ihr Abitur und geht für ein Jahr als Au-Pair-Mädchen nah London. Da müssen wir sie wohl ziehen lassen“, sagt Frahm mit einem Schmunzeln.

 Für Lisa war schon immer klar, dass sie sich in die Bücherei einbringen will. „Ich war schon während meiner Kinderegartenzeit gern hier, die Mitarbeit war die logische Folge.“ Trotz vieler anderer Hobbys – Lisa segelt gern und mag das Wasser – und der Vorbereitungen auf das Abitur, blieb sie den Büchern immer treu. „Wir sind wirklich traurig, dass Lisa geht“, so Frahm. Am meisten Spaß hatte die junge Frau am „Miteinander mit den Menschen“. Dass Lisa Meyer selbst gern liest, ist fast selbstverständlich, obwohl das durch den Abi-Stress in letzter Zeit etwas kurz gekommen ist. „Es gibt keine Favoriten, ich lese alles querbeet. Nur kein Science-Fiction.“

 Nicht nur die Kollegen der Bücherei sind voll des Lobes für die junge Frau, auch von oberster Stelle gibt es nur gute Worte. „Es ist toll, wenn sich junge Menschen derartig engagieren und einbringen“, betont Bürgermeister Olaf Plambeck, der persönlich an Lisas letztem Tag vorbeischaut. Nicht ohne ein kleines Präsent: „Es ist ist ein veganes Kochbuch von Ella Woodward. Ich hab mir einen Tipp geben lassen“, so Plambeck.

 Aufgrund einer Milch-Eiweiß-Unverträglichkeit hat Lisa Meyer ihre Ernährung umstellen müssen. Das will sie auch in ihrem neuen Zuhause in London als Au-Pair-Mädchen machen. Damit sie rein arbeitstechnisch keine zu große Lücke hinterlässt, wird sich künftig ihr Bruder Hannes dort engagieren.

 „Ich komme in die zehnte Klasse und freue mich drauf, hier mitzumachen“, erklärt der 16-Jährige, der privat Gitarre spielt und beim TSV in der Leichtahtletik als Trainer dabei ist.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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