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Ein Leben für die Sixties

Flintbek Ein Leben für die Sixties

Schmaler Schlips auf weißem Hemd zur Akustikgitarre – das Outfit des Duos Stefan und Bernd passt zu ihrer Musik. Die Urgesteine aus Flintbek erzählen am Freitag im Bahnhof mit Fotos und Songs von der Beat-Szene der Roaring Sixites.

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Die zwei Flintbeker Urgesteine Bernd Cohrt (links) und Stefan Perkuhn laden mit Bildern und Songs zur Zeitreise ein.

Quelle: Beate KÖNIG

Flintbek. Und von sich.

 Swingclubs und Tanztees gehörten zur Musikszene, als die Teenager 1963 erstmals auf einer Bühne standen. „Im Eiderschlößchen und bei Mutti Glanz im Tanneck wurde gerockt“, erzählt Bernd Cohrt. Beatles, Rolling Stones, Clarence Clearwater Revival Band, Elvis spielten die Sänger und Gitarristen nach, Bernd in der Band Voices of Zodiac, Stefan bei den Devils. Bockwurst, Kartoffelsalat und Bier waren die Gage. Bis in den Blue Star in Friedrichsort, den Nordpol in Lütjenburg und den Starpalast in Kiel schafften es ihre Bands.

 Anfang der 70er schwenkten die beiden auf Tanzmusik um. „Von Rock’n Roll zu Manuela und Roy Black. Das war ein schwerer Schritt,“ sagt Stefan Perkuhn. „Nur spät durften wir spielen, was wir mochten.“ Dann hörten Tauben- oder Kaninchenzüchter auf Weihnachts-, Oster- oder Pfingstfeiern I can get no Satisfaction.

 Mit der Disco-Welle endete die Ära der Tanzkapellen. Der Spaß an der Live-Musik blieb. Bernd, heute 68, und Stefan (73) fanden vor 20 Jahren wieder zusammen. Erst spielten sie für sich, im Keller. „Bernd mag mehr Balladen, ich Rockiges,“ sagt Stefan. Freunde entdeckten das Duo, das vergangene Zeiten wieder erstehen lässt, und luden es für halbstündige Einlagen auf Feste ein. Das Repertoire wurde mit softeren Songs der Everly Brothers und von Simon and Garfunkel ergänzt.

 In den getrennten Schankräumen im Bahnhof bauen die Unplugged-Spezialisten zum Konzert erstmals Verstärker auf. „Sonst sind wir nicht zu hören.“ Gespielt wird bis elf Uhr abends mit Pause für Gage in den Hut.

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