25 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Das alte Flintbek auf einem Stick

Flintbek Das alte Flintbek auf einem Stick

Soziale Medien haben nicht immer einen guten Ruf. Und auch bei Facebook gibt es viel Unsinn. Aber es gibt auch besonders interessante Seiten – eine davon heißt „Flintbek Fotos und Geschichte“, ihr Administrator ist Ulla Miéville aus Flintbek.

Voriger Artikel
Künstler verwandeln Stühle
Nächster Artikel
Versäumnis der Verwaltung hätte teuer werden können

Auch der Flintbeker Bahnhof ist auf alten Postkarten zu sehen und wird bei Facebook präsentiert.

Quelle: *

Flintbek. Das Besondere: Ulla Miéville ist gebürtige Schwedin und 70 Jahre alt. Dennoch hat sie keine Vorurteile, was neue Medien und ihre Handhabung angehen. Fotos scannen, Computernutzung – alles kein Neuland für sie, die ihr Herz schon vor langer Zeit an die Gemeinde verloren hat.

 „Ich bin mit meinem Mann vor rund vier Jahrzehnten nach Flintbek gekommen“, erzählt die ehemalige Chemie-Ingenieurin. „Damals haben wir von unseren Nachbarn ein paar Fotoalben und auch einige alte Fotos bekommen“, erinnert sie sich. Doch „damals“ war nicht die Zeit, um sich intensiv mit der Geschichte der Gemeinde auseinanderzusetzen.

 „Vor zwei Jahren fiel mir wieder ein, dass wir doch diese Alben haben. Ich nahm mir die Zeit und habe intensiv die Fotoalben und die Geschichtsbücher dazu gelesen. Und ich habe angefangen, alles nach und nach chronologisch geordnet auf Sticks zu ziehen.“ Und irgendwann kam dann auch Facebook ins Spiel. „Ich habe nie verstanden, warum Menschen ihr Mittagessen posten. Aber ich fand es eine gute Idee, Bilder von Flintbek ins Netz zu stellen.“

 Also wurde gescannt, was das Zeug hält. Inzwischen verfügte Ulla Miéville über eine stattliche Sammlung. Und Geschichtsbücher gewälzt – auch die schwedischen. Denn: „Herzog Karl Friedrich hatte ja auch schwedische Wurzeln, wenn ich seine Geschichte recherchiere, treffe ich häufig auf unsere Geschichte.“ Schließlich war er der Sohn von Herzog Friedrich IV. Von Schleswig-Holstein-Gottorf und Prinzessin Hedwig Sophia von Schweden, einer Tochter von Karl XI. von Schweden und dessen Ehefrau Ulrike Eleonore von Dänemark. Genau solche Verbindungen machen die Geschichte auch für die Schwedin interessant, die zusätzlich Mitglied in zwei weiteren Göteborger Geschichtsgruppen ist. Für Miéville steht fest: „Ich kann nicht nur Flintbek betrachten, denn dadurch erkenne ich erst, wie spannend die Geschichte von Holstein ist.“

 Genau das ist in ihren Einträgen und Posts auf der Facebook-Seite zu sehen und zu lesen. Ob es ein Foto aus der Dorfstraße ist, das mehr als 100 Jahre alt ist oder die bebilderte Geschichte des Amtsarmendistriktes ist oder doch eine alte Postkarte aus dem schönen Voorde – alles aus der Flintbeker Geschichte hat seinen Reiz. „Manchmal weiß ich ja auch nicht genau, was es mit dem Foto auf sich hat und dann ist es toll, wenn andere Facebook-User das erklären können“, freut sich Ulla Miéville über die Resonanz. 123 Mitglieder hat die Gruppe bereits, Tendenz steigend .

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3