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Radeln gegen den Atommüll

Demo in Schönwohld Radeln gegen den Atommüll

120 Radfahrer aus Schönwohld, Melsdorf, Westerrönfeld und Kiel folgten am Sonntag dem Aufruf der „Bürgerinititiative gegen Atommüll in Schönwohld“ zur Demonstration.

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120 Radfahrer aus Schönwohld, Melsdorf, Westerrönfeld und Kiel folgten am Sonntag dem Aufruf der „Bürgerinititiative gegen Atommüll in Schönwohld“ zur Demonstration.

Quelle: Beate König

Schönwohld. Eskortiert von der Polizei startete der Tross, dem sich in Achterwehr 50 weitere Demonstranten anschlossen, an der Kreuzung von Rendsburger Landstraße und Deponieweg zum knapp sieben Kilometer langen Mahnweg rund ums Deponiegelände. „Gesundheit ist das wichtigste im Leben. Die ist mit Geld nicht zu bezahlen“, sagte Demo-Teilnehmerin Petra König, die seit acht Wochen mit einem „Kein Atommüll in Schonwöhld“-Banner an ihrem Fahrradkorb Position bezieht zu den Plänen der Landresgierung, 300 000 Tonnen nicht und schwach radioaktiv strahlenden Abfall aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel unter anderem in Schönwohld zu lagern. „Wir haben vor acht Jahren hier gebaut. Wir haben Angst vor dem Ganzen, fühlen uns unwohl.“

Petra König aus Schönwohld demonstriert seit acht Wochen per Plakat am Fahrradkorb gegen die Pläne der Landesregieurng, die Schönwohlder Mülldeponie zum Lager für nicht und schwach strahlenden Atommüll auszubauen.

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Medi Kuhlemann, eine der BI-Sprecherinnen, erläuterte die Befüchtungen:  „Es sind auf der Deponie Dinge passiert, die keiner voraus gesehen hat. Warum lernt keiner aus den Fehlern?“ Beim Anlegen der Mülldeponie wurde versichert, es bestehe keine Gefahr fürs Grundwasser. 20 Jahre später wurde die Aussage revidiert und Brunnen auf den benachbarten Grundstücken gesperrt. Man hatte der Gemeinde außerdem versichert, der Mülll werde nie brennen. Es gab jedoch in der Vergangenheit Großbrände dort. „Beim radioaktiven Müll geht es über die Verbreitung durch Wind und Staub. Strahlende Teilchen können durch die Luft verteilt werden.“

BI-Sprecher Jörg Stoeckicht ergänzte grundsätzliche Bedenken zu den Ergebnissen der Strahlugnsmessungen. Der Müll unterschreit die Grenz von zulääsigen zehn Mikrosievert.  „Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass rund um Atomkraftwerke die Zahl an Leukämieerkankungen erhöht sind, obwohl Messungen der Strahlung ergaben, dass die Kraftwerke keine Strahlung nabgeben. „Die Messtechnik sind nicht auf dem neuesten Stand“, kritisiert Stoeckicht. Von 750 Radonukleiden werden bei den Messungen lediglich fünf erfasst. Er rechnet nicht damit, dass Schönwohld eine Entsorgungsvereinbarung, die Voraussetzung für die Lagerung ist, unterzeichnen wird. Der ursprünglich vom Land im Herbst anvisierte Start der Lagerung werde sich verzögern.

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