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Ein Brückentag zum Heiraten

Altkreis Eckernförde Ein Brückentag zum Heiraten

Für viele Arbeitnehmer ein willkommener Brückentag – für einige Paare der „schönste Tag des Lebens“: Der 15. Mai 2015 steht nicht nur für ein verlängertes Wochenende hoch im Kurs, er beschert den Standesämter der Region auch volle Trauzimmer. Ob es am eingängigen Datum liegt und was die aktuellen Trends sind, haben die Kieler Nachrichten von den Standesbeamten im Verbreitungsgebiet erfahren.

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Um auch bei schlechtem Wetter einen würdigen Rahmen gewährleisten zu können, traut der Standesbeamte Ole Bening Paare nicht direkt am Eckernförder Strand. Das Ostsee-Info-Center (OIC) hingegen bietet Schutz vor schlechtem Wetter und einen traumhaften Blick auf den Hafen und die Eckernförder Bucht.

Quelle: Lutz Timm

Altkreis Eckernförde. „Wir sind gut ausgelastet“, sagt Sabine Jürgensen vom Standesamt des Amtes Schlei-Ostsee zufrieden. „Vielen Paaren ist nicht verborgen geblieben, dass der Donnerstag frei ist und sich der Brückentag am Freitag für Hochzeiten anbietet.“ Mit ihren zwei Kollegen wird sie heute gleich 15 Trauungen vornehmen, teilweise parallel. „Morgens um 8.15 Uhr ist die erste, abends um 20.15 Uhr die letzte Trauung“, erzählt Jürgensen und zeigt sich gespannt ob der anstehenden Herausforderung. Die schöne Aufgabe sei positiver Stress für sie, schließlich sei es „toll, die Paare an ihrem wichtigsten Tag im Leben begleiten zu dürfen“. Klar an der Spitze für den Ort der Zeremonie liegt das Trauzimmer, aber auch die alternativen Trau-Orte wie Gut Altenhof, die Mühle Anna in Rieseby oder Strandhochzeiten in Damp werden gerne genutzt.

„Die meisten Paare sagen, dass sie sich so das Datum gut merken können“, berichtet Martin Hackauf, einer der vier Standesbeamten des Amtes Dänischer Wohld. Für heute stehen im Amt gleich zehn Trauungen auf dem Programm, während es im Jahresdurchschnitt insgesamt 80 bis 90 sind. „Die letzte Anfrage kam erst vor zwei Wochen“, verrät der Standesbeamte. Doch entscheidend für die Wahl des Hochzeitstages seien dann meist doch andere Aspekte, glaubt der Experte. „Der Kennenlern-Tag ist grundsätzlich beliebt. Und auch der Mai wird gerne genommen, weil das Wetter oft schön ist, aber noch nicht zu heiß“, erklärt er. „Nach meiner Einschätzung passt es allerdings am 15. Mai kalendarisch am besten: Mittwoch ist Polterabend, dann Freitag die Hochzeit mit großer Feier. Viele Gäste können sich da einen Brückentag nehmen und haben genügend Zeit.“

Dass eher das lange Wochenende zähle und nicht so sehr das griffige Datum, davon ist auch Ole Bening, leitender Standesbeamter in Eckernförde, überzeugt. „Noch vor einigen Jahren war die Nachfrage nach besonderen Tagen höher“, erinnert er sich. „Mittlerweile hat sich auch die Anzahl der großen Feiern in Gaststätten relativiert.“ Den letzten richtig großen Andrang habe es am 12. Dezember 2012 gegeben, erzählt Bening. Heute stünden hingegen nur drei Zeremonien an. „Drei Paare haben noch abgesagt, die letzten vor etwa fünf Wochen“, sagt der Standesbeamte. „Es wäre also noch Luft nach oben gewesen.“ Mit seinen zwei Kolleginnen könne er bei Bedarf im halbstündigen Rhythmus Trauungen vollziehen. „Die Paare nutzen gerne das Trauzimmer, weil man so den Rathausplatz ohne Verkehr zur Verfügung hat. Besonders bei Feuerwehrkameraden oder Angehörigen der Marine, bei denen die Kollegen noch etwas vorbereiten, bietet sich das an“, erzählt Bening. „Aber auch das Ostsee-Info-Center (OIC) ist toll. Der würdevolle Rahmen der Trauung ist gewährleistet und man hat trotzdem direkten Blick auf die Eckernförder Bucht – unabhängig vom Wetter.“

Auf einen eher durchschnittlich betriebsamen Tag stellen sich die Standesämter aus Altenholz (2 Trauungen), dem Amt Hüttener Berge (3) und Amt Dänischenhagen (2) ein. „Wir sind an den besonderen Daten noch nie überrannt worden“, berichtet Silvia Nagel, Standesbeamtin im Amt Dänischenhagen.

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