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Der Graf serviert Zitronenkuchen

Gut Wulfshagen Der Graf serviert Zitronenkuchen

Im alten Schulhaus auf Gut Wulfshagen ist das vor drei Jahren geschlossene Café aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Damit hat nun das Rätselraten um den Betreiber ein Ende: Gutsbesitzer Moritz Graf zu Reventlow und sein Lebensgefährte Dawid Turecki wollen das Café „Alte Schule“ in der Gemeinde Tüttendorf vorerst selbst führen. „Wir haben keinen Pächter gefunden“, verrät der Eigentümer des denkmalgeschützten Gebäudes, das komplett modernisiert wurde.

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Im frisch renovierten Café auf Gut Wulfshagen servieren Graf Moritz zu Reventlow (rechts) und Dawid Turecki ihren Gästen hausgemachte Torten und Kuchen.

Quelle: Jan Torben Budde

Tüttendorf. Es ist ein herrlicher Sommertag. Hohe Bäume säumen die neu hergerichtete Terrasse mit 50 Außenplätzen, wo Graf zu Reventlow seinen Gästen Kaffee und Torte serviert. Es ist gerade ein TV-Team vor Ort, das einen Film über Guts- und Herrenhäuser für den NDR dreht. „Wir haben die alte Holzkonstruktion abgerissen und die Terrasse neu aufgeschüttet“, erklärt der 45-Jährige. Doch besonders im Gebäude herrschte Renovierungsbedarf. 2012 hatten die damaligen Betreiber das Café aufgegeben. Nachdem auch die letzten Mieter die Wohnungen im Haus verlassen hatten, ließ zu Reventlow die ehemalige Schule – auch mit Hilfe von Fördermitteln – modernisieren. Zunächst wurden Dach, Fenster, Heizung und Fassade erneuert, die Kosten bezifferte der Eigentümer mit rund 100000 Euro (wir berichteten). Ein Gebäudeteil war auch innen bereits zu Jahresbeginn fertig, dort zog die Patisserie von Stephanie Abel ein, die dort Törtchen zaubert und ihre Produkte dann in einem mobilen Stand auf Wochenmärkten verkauft.

 Einige ihrer Erzeugnisse gibt es jetzt auch im Café „Alte Schule“, das im zweiten Schritt renoviert wurde. „Wir sind mit einem hohen Anspruch an die Sache herangegangen“, betont zu Reventlow. Im Gastraum mit 50 Plätzen musste eine Wand weichen, ein Tresen und eine Küche wurden eingebaut. Tische, Stühle, Bilder und Lampen – alles neu. Hinzu kommt eine moderne WC-Anlage. „Der alte Dielenboden liegt aber noch im Gastraum“, sagt Graf Moritz. Zudem seien die Wände wieder rot gestrichen worden. „Weil die Gäste die Farbe so toll fanden“, erzählt der Kaufmann, Betriebs- und (neuerdings) Gastwirt. Vier Monate dauerte die Innenrenovierung, die nach seinen Worten ebenfalls rund 100000 Euro kostete.

 Wie kam es zu der Entscheidung, das Café selbst zu betreiben? „Wir haben uns das gut überlegt“, stimmen zu Reventlow und Turecki überein. Übrigens komplettiert Kellnerin Kaya Sevecke das Café-Trio – und sonntags helfen Freunde oder Familienmitglieder des Gutsbesitzers. „Wir möchten unseren Gästen nicht das klassische Kaffeehaus-Angebot, sondern etwas Besonderes servieren“, erklärt der passionierte Koch, der das Backen für sich entdeckt hat. Hausgemacht laute das Zauberwort. Darunter Käsekuchen, Zitronenbaiser oder Schokolade-Preiselbeere, so Dawid Turecki. Für den herzhaften Geschmack gibt es zudem Käse- und Schinkenbrote, Chili mit Wildfleisch oder Wiener Würstchen – dazu Bier, Wein oder Alkoholfreies. Sogar Veranstaltungen wie Geburtstage, Trauerfeiern, Hochzeiten oder Konfirmationen mit bis zu 50 Personen können im Lokal abgehalten werden.

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