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Der Müll soll teurer werden

Höhere Gebühren im Kreis Der Müll soll teurer werden

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde plant, im kommenden Jahr die Müllgebühren zu erhöhen. Es wäre die erste Steigerung seit 1997. Der Grund dafür sind gestiegene Kosten bei der Nachsorge für die ehemalige Deponie in Alt Duvenstedt und die niedrigen Zinsen der Rücklage. Der Umwelt- und Bauausschuss des Kreises sowie der Kreistag müssen dem Vorschlag noch zustimmen.

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Die Müllgebühren im Kreisgebiet sind seit 18 Jahren nicht erhöht worden. Jetzt steigen sie um knapp drei Prozent.

Quelle: Christoph Rohde

Borgstedtfelde. Eine Preiserhöhung ließe sich nicht vermeiden, sagte Hans-Jörg Lüth, Aufsichtsratsvorsitzender der Abfallwirtschaft (AWR) Rendsburg-Eckernförde, am Dienstag. Durch die niedrigen Zinsen, die die Bankenkrise 2009 verursacht habe, sowie gestiegene Ausgaben bei der Renaturierung der alten Mülldeponie in Alt Duvenstedt klaffe nun ein gewaltiges Loch in der Rücklage. Das sei nicht weg zu lächeln, sagt der Kreispolitiker.

 Dabei sollen die Kosten bei keinem der Mülltarife über drei Prozent steigen. So soll ab dem kommenden Jahr eine 80-Liter Restmülltonne, die alle vier Wochen geleert werde, 9,05 Euro statt bisher 8,90 Euro kosten. Das sei eine Steigerung um 1,7 Prozent. Bei dem gängigsten Tarifmodell in Einfamilienhaushalten, der 80-Liter Tonne bei 14-tägiger Leerung, solle der Preis um 2,9 Prozent von monatlich 11,40 Euro auf 11,73 Euro erhöht werden. Damit bliebe die AWR im landesweiten Vergleich im unteren Mittelfeld, erläutert Lüth.

 Im Jahre 2005 schloss die AWR die Mülldeponie in Alt Duvenstedt. Für den Rückbau und die Renaturierung seien damals Kosten von rund 40 Millionen Euro ermittelt worden, erläutert Lüth. Schon Jahre vorher hat der Kreis angefangen, eine Rücklage für die Nachsorge der Deponie gebildet. Die Zinsen dieser Rücklage sollten die Gebührenzahler entlasten. Allerdings basiere diese Rechnung auf einem Zinssatz von vier bis sechs Prozent, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende. Seit 2009 sei der Zinssatz allerdings auf unter ein Prozent gesunken. „Der Gebührenzahler zahlt nun die Zeche für die Bankenkrise“, meint Lüth. Zu Spitzenzeiten habe der Kreis rund 822000 Euro an Zinsen bekommen, nun seien es lediglich 76000 Euro. Seitdem sei ein Loch von rund 8 Millionen Euro entstanden. Dies gelte es nun auszugleichen.

 Eine erste Entscheidung solle im Umwelt- und Bauausschuss am 19. November fallen, erläutert Thilo Rohlfs, Leitender Kreisverwaltungsdirektor des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Sollte der Ausschuss seine Zustimmung geben, müsse der Kreistag am 14. Dezember dem Vorschlag zustimmen, damit die neuen Preise zum kommenden Jahr eingeführt werden können. Dieses schnelle Handeln solle verhindern, dass die Kosten prozentual noch stärker steigen, sagt Rohlfs. Jetzt, wo man wisse, wie groß die Lücke ist, könne man entsprechend reagieren.

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