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Der Radweg bleibt eine Stolperstrecke

Bordesholm Der Radweg bleibt eine Stolperstrecke

Überraschung bei der geplanten Sanierung der L 318 zwischen Grevenkrug und Bordesholm: Der Radweg entlang des gut sechs Kilometer langen Abschnitts soll nun doch nicht mitsaniert werden – trotz gravierender Schäden mit Sturzgefahr-Potenzial.

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Jürgen Arp (links) und Sven Ingwersen stellten auf dem Radweg entlang der L 318 mehrere gravierende Schäden fest und fordern, die Asphaltstreifen mit der Landesstraße zu sanieren.

Quelle: Tietgen

Bordesholm. Die Amtsverwaltung Bordesholm reagiert verärgert und pocht auf die im Frühjahr gemachte Zusage.

 Durch Zufall hörte das Amt von der Streichung durch den Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) in Rendsburg. Am 20. Juli startet die Sanierung der Landesstraße, wie berichtet wird die Strecke ab Grevenkrug in sieben Bauabschnitten jeweils unter Vollsperrung bis zum 20. August erneuert. Bei einer Baustelleneinweisung vor wenigen Tagen erfuhr Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen, dass die Asphaltstreifen entlang der L318 sogenannte Radwege zweiter Ordnung sind und deshalb nicht saniert werden. Bei einer Infoveranstaltung im April hatte der LBV auf Nachfrage von Ingwersen die Radwegerneuerung zugesagt. „Wir waren völlig überrascht, das ärgert uns, für diese Entscheidung haben wir kein Verständnis“, erklärte Ingwersen.

 Stellen mit schweren und gefährlichen Mängeln gibt es mehrere, wie bei einer Befahrung der Strecke mit dem Ordnungsamtsleiter Ingwersen und Jürgen Arp deutlich wurde. Der Bordesholmer Radfahrer, der in Gremiensitzungen immer wieder auf Verkehrsmissstände aufmerksam macht, griff bei einem „Hubbel“ sogar zu Zollstock und Wasserwaage. „Der ragt sieben Zentimeter hoch auf, in der dunklen Jahreszeit ist so ein Hindernis schwer zu erkennen, ich selbst bin einmal fast gestürzt“, berichtete der 74-jährige Zimmermeister. Die Buckel, Absätze und Risse finden sich innerhalb und außerhalb der Ortslage Bordesholms. „Die Strecke ist auch Schulweg für viele Kinder, einige weichen wegen der Schäden sogar auf die Straße aus“, erzählte Arp.

 Unverständlich ist der Amtsverwaltung, dass die Vollsperrungen nicht gleich mitgenutzt werden für die Radwegsanierung. „Das wird doch günstiger, und es muss gemacht werden“, betonte Ingwersen. Eine Sanierungszusage hat es aber nach Angaben von LBV-Chef Matthias Paraknewitz nicht gegeben. Bei der Infoveranstaltung hätte sein Stellvertreter Matthias Forster lediglich von einem Prüfauftrag gesprochen. „Anders als die L 318 gehört der Radweg nach den Vorgaben des Landes nicht zu den bevorzugten Strecken im Land, wir müssen da bei der Qualität auch Abstriche machen“, sagte Paraknewitz. Nach dem Straßenzustandsbericht 2014 des Landes sind Kantenabbrüche und Wurzelaufbrüche an den Landesstraßen-Radwegen weit verbreitet. Bei einigen Strecken wurde zustandsbedingt die Benutzungspflicht aufgehoben.

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