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Feuerwehr Surendorf rührt Werbetrommel

Schwedeneck Feuerwehr Surendorf rührt Werbetrommel

Das Blaulicht blinkt, die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Surendorf sitzen in voller Montur im Löschfahrzeug und fahren zum Einsatzort. Was genau sie an der Zieladresse erwartet, wissen sie nicht.

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Voller Körpereinsatz: Kim-Bastian Tischer und Sönke Burmeister (rechts) vom Angriffstrupp können nach dem Löschangriff die erfolgreiche Brandbekämpfung melden ...

Quelle: Lutz Timm

Schwedeneck. Noch im Fahrzeug gibt der stellvertretende Gruppenführer Hark Paulsen die bekannten Informationen durch: Der Rauchmelder hat Alarm geschlagen, ein Zeuge hat Rauch beobachtet, vermutlich befindet sich eine verletzte Person im Gebäude. Ziel ist die Adresse An der Lasbek 8 – das Gerätehaus der Wehr, das an diesem Übungsabend als fiktiver Einsatzort herhalten muss.

Vor Ort muss alles schnell gehen. Der Schlauchtrupp legt die Wasserzufuhr, der Einsatztrupp befragt den Zeugen und benachrichtigt den Gruppenführer. Durch knarzende Funkgeräte wird koordiniert, dann steht der Auftrag für den aus Sönke Burmeister und Kim-Bastian Tischer bestehenden Angriffstrupp fest: vermisste Person retten, Feuer löschen – mit voller Ausrüstung inklusive Atemschutz und Axt. Auf allen Vieren geht es durch den verrauchten Raum bis zum Brandherd. Dann per Funk die Entwarnung an den Einsatzleiter. Das Feuer ist gelöscht, das Opfer gerettet.

Durchschnittlich zweimal im Monat üben die ehrenamtlichen Brandbekämpfer mit Übungseinsätzen den Ernstfall. Das sei besonders für die Atemschutzgeräteträger wichtig, um im Einsatz gut vorbereitet zu sein, erklärt Wehrführer Heinfried Ahrens.

Damit auch in Zukunft genügend Surendorfer im Notfall alles stehen und liegen lassen, wenn Alarm geschlagen wird, will die Freiwillige Feuerwehr Surendorf die Werbetrommel rühren. Am kommenden Sonnabend gibt es dazu einen Tag der offenen Tür am Feuerwehrgerätehaus – mit Aktionen für Jung und Alt, einem Kettenfahrzeug des THW Kiel, einem DRK-Rettungswagen und allen Feuerwehrfahrzeugen der Gemeinde. „Wir wollen informieren, aufklären und motivieren“, erklärt Paulsen. „Die Schwedenecker können eine tolle Truppe kennenlernen, die gute Arbeit leistet.“ Die 31-köpfige Feuerwehr suche besonders Männer und Frauen zwischen 30 und 45 Jahren, da sich perspektivisch der demografische Wandel bemerkbar macht. „Egal, ob Informatiker, Physiker oder Handwerker, wir können jeden gebrauchen“, sagt Paulsen, der seit Kindheitstagen „mit dem Feuerwehrvirus infiziert ist“.

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