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Im Betonwerk wäre Platz für 25 Personen

Im Betonwerk wäre Platz für 25 Personen

Flüchtlinge in einem ehemaligen Betonwerk unterbringen? Die Verwaltungsvorlage für den Beschluss Hauptausschuss klang krass. Tatsächlich ist ein leer stehendes Wohngebäude für Mitarbeiter im Gewerbegebiet am Eiderkamp gemeint, das der neue Besitzer der Gemeinde als Flüchtlingsunterkunft angeboten hat.

Zwischen Autos, Asphalt und Sendemast: Das Gebäude, das der Holzbaubetrieb am Eiderkamp der Gemeinde für die Unterbringung von Flüchtlingen anbietet, ist gut in Schuss, die Umgebung allerdings trostlos.

Quelle: bk

Flintbek. Flintbek. Flüchtlinge in einem ehemaligen Betonwerk unterbringen? Die Verwaltungsvorlage für den Beschluss Hauptausschuss klang krass. Tatsächlich ist ein leer stehendes Wohngebäude für Mitarbeiter im Gewerbegebiet am Eiderkamp gemeint, das der neue Besitzer der Gemeinde als Flüchtlingsunterkunft angeboten hat.

 59 Flüchtlinge leben derzeit in Flintbek. 32 weitere sollen nach derzeitigem Stand dem Amt Flintbek in diesem Jahr zugewiesen werden, sagt Olaf Plambeck, Flintbeks Bürgermeister und verwaltungsleitender Beamter des Amtes Flintbek. „Die Zahl kann sich noch ändern. Die Tendenz geht nach oben“

 Bislang nimmt die Gemeinde Flintbek das gesamte Flüchtlingskontingent für das Amt auf. Zwei Unterbringungsplätze werden bis zum Sommer vom Amt Bordesholm genutzt. Die Flüchtlinge leben in gemieteten Wohnungen und in einem gemeindeeigenen Gebäude aus den 90er Jahren in Flintbek. Die amtsangehörigen Gemeinden Techelsdorf, Böhnhusen und Schönhorst haben bislang keine Flüchtlinge aufgenommen. Die Nachbargemeinden beteiligen sich aber an den Sachkosten.

 „Es könnte aber auch eine Unterbringung in den Dörfern erfolgen“, erklärte Plambeck. Die Bürgermeister haben bereits auf Gemeindevertretersitzungen dafür geworben, dem Amt Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Rückmeldungen gab es bislang allerdings nicht.

 Bislang verfolgte das Amt die Idee, Flüchtlinge im Ort verteilt, aber möglichst dicht an der Nahversorgung in Flintbeks Zentrum unterzubringen. Vermieden werden sollte eine zentrale Unterbringung. Die Zahl der Zuweisungen wird jedoch voraussichtlich weiter steigen. Mehr Einzelflüchtlinge und weniger Familien werden in Zukunft erwartet, benennt Plambeck die aktuelle Tendenz.

 Die Wohnräume am ehemaligen Betonwerk eignen sich sehr gut, um Einzelpersonen unterbringen zu können, stellten Politiker, die Flüchtlingsbeauftragte, Vertreter der Verwaltung und vom Freundeskreis Flüchtlinge jetzt bei einem Besuch fest.

 Mit dem Eigentümer soll ein Umbau-Konzept entwickelt werden, damit die Räume dem gesetzlichen Mindeststandard entsprechen. Ein Zuweg über die Straße Hörn soll gebaut, und die Asphaltfläche vor dem Gebäude, auf der bislang Dutzende abgemeldeter Autos parken, ansprechender gestaltet werden. Plambeck schätzt, dass dort Platz für bis zu 25 Personen entstehen kann. „Das ist ein großer Wurf in Richtung Zukunft.“

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