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Die ganze Radio-Geschichte Nortorfer Museum angeboten

"Ton + Technik" wäre einzigartig in Nordeuropa Die ganze Radio-Geschichte Nortorfer Museum angeboten

"Neumünster hat das Museum Tuch + Technik, wir könnten das Museum Ton + Technik haben." Lutz Bertram, Vorsitzender des Fördervereins Museum Nortorf, hat Grund zum Träumen.

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Nortorf. Ihm ist der Kauf des Radiomuseums aus Blickstedt angeboten worden - doch noch fehlt das Geld für eine Übernahme.

Rund 1000 Radios, Musiktruhen und auch einige Grammophone umfasst die Sammlung, die der fast 80 Jahre alte Johann Fischkeller in Blickstedt bei Gettorf zusammengetragen hat. Die Exponate decken nahezu die komplette Geschichte des Radios von 1925 bis heute ab, berichtet Lutz Bertram, in erster Linie deutsche Modelle, aber auch ausländische. Alle Empfänger seien optisch und technisch aufgearbeitet, fast alle auch funktionsfähig. Dazu kommt ein "unglaubliches Ersatzteillager", erzählt der Fördervereinsvorsitzende.

Tonträger und Radios, das wäre doch eine gute Kombination, meint Bertram weiter. Das Nortorfer Museum konzentriert sich zur Zeit am Jungfernstieg auf Nortorf als Stadt der Schallplatte, in der ab 1950 bei der Teldec Schallplatten GmbH bis 250000 Langspielplatten pro Tag gepresst wurden.

Dem Ruf der Nortorfer Einrichtung als Schallplattenmuseum ist es denn auch zu verdanken, dass man das Angebot des Radiomuseums bekam. Als Mitglieder des Fördervereins im vorigen Jahr die Sammlung in Blickstedt besuchten, wurden sie vom dortigen Hausherrn darauf angesprochen. Auch er hatte von dem Nortorfer Museum gehört und war der Ansicht, dass seine Rundfunkempfänger dort gut aufgehoben wären. Aus Altersgründen will er die Sammlung abgeben, legt nach Bertrams Worten aber großen Wert darauf, dass sie zusammenbleibt.

25000 Euro wären für die Übernahme nötig, berichtet Bertram. Man hofft, die Summe aus öffentlichen Töpfen oder über Sponsoren bekommen zu können.

Allerdings, und auch darüber ist der Vorsitzende sich im Klaren, wenn man die Radios wirklich übernehmen könnte, müsste man nicht nur "die Gebäudesituation überdenken", sondern auch die gesamte Struktur des Museums ändern. Die Kombination aus Tonträgern, deren Herstellungstechnik und den Radios würde den bisherigen Umfang deutlich übersteigen. Andererseits könnte man damit ein Museum aufbauen, das zumindest in Nordeuropa einzigartig sei - was dann sicher auch durch steigende Besucherzahlen honoriert würde.

ög

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