3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Mini-T-Rex und Ammoniten getöpfert

Brügge Mini-T-Rex und Ammoniten getöpfert

Kinder machten sich am Wochenende in einem Töpferkurs im Museum Tor zur Urzeit auf die Spuren urzeitlicher Saurier. Kunstvolle Ammoniten und Mini-Tyrannosaurier entstanden dabei.

Voriger Artikel
Kreispräsident würdigt Sportvereine
Nächster Artikel
Beim „Düt“ geht’s ab ins Becken

Liv Nothdurft (links) und Line Teegen haben im Brügger Museum Tor zur Urzeit aus Ton kunstvolle Ammoniten geformt.

Quelle: Karsten Leng

Brügge. „Ich bin Dino-Fan“, bekennt Enrico Schmidt. Der Neumünsteraner Schüler formt aus Ton mit gekonnten Handgriffen auf einem Brett einen Mini-Tyrannosaurus. „Die haben vor über 60 Millionen Jahren die Erde bevölkert. Doch mit einem gewaltigen Meteoriteneinschlag endete die Zeit der Dinos urplötzlich“, berichtet der Nachwuchsforscher. An anderen Tischen in der kleinen Werkstatt des Museums sind weitere Kinder damit beschäftigt, aus Tonwürsten Ammoniten zu formen. „Das war so eine Art vorzeitlicher Kopffüßler. Die haben vor rund 80 Jahren gelebt“, berichten Liv Nothdurft und Line Teegen. „Nicht vor 80, sondern vor 80 Millionen Jahren“ korrigiert lächelnd Barbara Wendt. Sie leitet den prähistorischen Töpferkurs.

 Vor dem Start der Kreativarbeit hatte die Einfelderin an einer Schautafel im großen Ausstellungsraum den Kindern die Herkunft der Ammoniten erklärt. Kein einfaches Geschäft, denn die lebensgroße Nachbildung eines Tyrannosaurus Rex fasziniert einige der Kinder mehr als die Ammoniten-Tafel. „Ob der echt ist“, fragt sich eine Gruppe und klopft vorsichtig den Körper des Dinos ab. „Nein, das ist nur eine Nachbildung. Die ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt worden“, erklärt Museumschef Gerald Kopp. „Daraus werden unter anderem auch Bootsrümpfe von Segeljachten hergestellt“, erklärt der Diplom-Geologe.

 Kopp freut sich über die gute Resonanz auf den Dino-Töpferkurs. Im vergangenen Jahr haben rund 3000 Besucher einen Rundgang durch das Museum gemacht. „Das ist nicht nur ein Museum zum Anfassen. Wir bieten auch viele Exkursionen zu prähistorischen Orten in der nahen Umgebung an, die umfassende Erkenntnisse über die Entstehung unserer Landschaft hautnah vermitteln“, so Kopp. Das Museum wird ehrenamtlich geleitet. „Der Etat ist sparsam. Wenn wir mehr Geld zur Verfügung hätten, könnten wir professionell Werbung für unser Museum betreiben und damit vermutlich höhere Besucherzahlen erreichen“, ist er sich sicher.

 Der größte Wunsch von Gerald Kopp ist es, eines Tages mit der Unterstützung von Sponsoren eine lebensgroße Nachbildung des bis zu 14 Meter langen Schwimmsauriers Elasmosaurus anfertigen zu lassen und als Highlight des Museums den Besuchern zu präsentieren. „Der hat hier vor rund 80 Millionen Jahren gelebt.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3