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Kirchen-Kino geht weiter

Güby Kirchen-Kino geht weiter

Schon zuvor hatten Hunderte Zuschauer Kirchen-Kino-Vorstellungen besucht. Beim Naturfilmabend im Gübyer Internatsgymnasium Louisenlund am Donnerstag kamen noch 100 dazu. Zudem wurden beim Abschluss der neuen Reihe mehr als bemerkenswerte Tieraufnahmen gezeigt. Auch eine Frage wurde diskutiert: Können Tierfilme Menschen zum Naturschutz motivieren?

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Tierfilmer Daniel Opitz, Meeresbiologe und Mare-Herausgeber Nikolaus Gelpke, Moderator Michael van Bürk, Propst Sönke Funck und Schulleiter Peter Rösner (von links) diskutierten in Louisenlund, ob Naturfilme Menschen für den Umweltschutz motivieren können.

Quelle: Rainer Krüger

Güby. Bei der Reihe kooperierten der Kirchenkreis und das Eckernförder Naturfilmfestival Green Screen. „In Kirchen in Damp, Nortorf, Rendsburg und Schilksee wurde der Film Kolibris – Leben am Limit gezeigt“, so Propst Sönke Funck, einer der Diskussionsteilnehmer. Der Film hatte 2014 bei Green Screen den vom Kirchenkreis gestifteten Preis in der Kategorie Tierverhalten gewonnen. In Louisenlund wurde allerdings ein anderer Streifen gezeigt. Giganten der Meere – Kampf um die Wale setzte sich mit der Jagd auf die größten Meeressäuger auseinander. Der Film des Kielers Daniel Opitz dokumentierte mit teils ästhetischen, teils auch blutigen Aufnahmen die unterschiedlichen Positionen von Walschützern und Walfängern in Grönland, Island, Japan und Norwegen. Im Anschluss folgte die Diskussion zum Einsatz von Filmen im Bereich Naturschutz. Green-Screen-Pressesprecher Michael van Bürk moderierte. Funck, Opitz, der Herausgeber der Zeitschrift Mare und Meeresbiologe Nikolaus Gelpke sowie Schulleiter Peter Rösner bezogen Position.

 Van Bürks Leitfrage lautete sinngemäß: Kann ein Festival wie Green Screen durch das Zeigen von Filmen – auch mit schönen Bildern – für den Naturschutz werben. Was bei allen Diskutanten durchklang: In ihrer Ablehnung des Walfangs fühlten sie sich nach dem Kino bestärkt. Funck kam auf die Wirkung der ästhetischen Bilder sowohl in dem Meeres- als auch in dem Kolibri-Film zu sprechen. „Man schützt nur, was man kennt“, stellte er fest. Insofern sah er schon daher eine Wirkung. Allerdings erinnerte er sich auch an Menschen im Publikum, die mit geöffnetem Mund auf die Bilder schauten. Darin lag für Funck eine „religiöse Dimension“, nämlich das Staunen über die Schöpfung.

 Dass Aufnahmen Emotionen wecken, genügte Gelpke nicht. Er hatte zuvor einen Vortrag über den Zustand der Meere gehalten. Für die Lage der Ozeane sei der Walfang nicht das größte Problem. Viel gefährlicher seien die Erwärmung und das Versauern der Meere. Damit in diesen Bereichen nachdrücklich Lösungen gesucht werden, müsste aber erst noch eine große Kulturleistung vollbracht werden. Menschen müssten sich auch um Probleme kümmern, die sie nicht direkt wahrnehmen können. Ob das in Zukunft gelingen kann, war für Gelpke fraglich. Funck kündigte an, dass es in einem Jahr wieder Kirchen-Kino geben wird.

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